RCM
Geldanlage | 08.08.11
 

„Der US-Dollar ist für Anleger das größere Risiko“

„Obwohl US-Staatsanleihen erstmalig nicht mehr mit der Bestnote AAA von der Ratingagentur S&P bewertet werden, sollten die Auswirkungen auf den Markt für US-Staatstiteln gering bleiben“, sagt Andreas Utermann, Chief Investment Officer des zu "Allianz Global Investors" gehörenden Investmentmanagers "RCM".

Das Abwerten auf AA+ wurde bereits vom Markt antizipiert, gleichzeitig sorgen die Turbulenzen an den Aktienmärkten sowie die erhöhten Konjunkturrisiken für eine erhöhte Nachfrage nach Rentenpapieren. Utermann geht nicht davon aus, dass institutionelle Anleger wegen der Veränderung des Ratings kurzfristig ihre Allokation ändern müssten. Langfristig sei nicht auszuschließen, dass Anlagerichtlinien in Ermangelung einer echten Alternative zu US-Treasuries an das geänderte Rating angepasst werden und die USA ihre Schuldenproblematik über höhere Inflation lösen.
„Im Vergleich zum Währungsrisiko des US-Dollar können Anleger das Bonitätsrisiko der USA vernachlässigen“, sagt Utermann.

Beschleunigung in der Eurozone

Im Zusammenhang der Abwertung des US-Ratings könnten auch die AAA- Ratings einiger europäischer Länder wie beispielsweise Frankreich ins Augenmerk der Marktakteure geraten. Eine Veränderung des Ratings würde sich auf die Finanzierungsoptionen des europäischen Stabilitätsmechanismus EFSF auswirken. „Auf Basis der Beschlüsse des EU-Gipfels Ende Juli muss der europäische Stabilisierungsmechanismus möglichst schnell seine Arbeit aufnehmen. Die Marktlage wird den Übergang zu einer Transferunion in der Eurozone beschleunigen“, sagt Utermann.


Quelle: Allianz Global Investors
 
 

Kommentare (1)Kommentar schreiben
 
Quo Vadis? 
Das was wir hier und jetzt erleben war von jedem halbintelligenten Volkswirt vorauszuahnen...
Die Einmischung der Staaten in den großen globalen Kapitalmarkt hat nur zu einer kurzen Verschnaufpause geführt und in einigen Ländern- wie der USA nicht mal dazu.
Die Verschuldung der Staaten ist in die Höhe geschnellt und irgendwann - wenn auch nicht ein Ventil betätigt wird, fliegt uns das gesamte System halt um die Ohren.
Aber von Verantwortung keine Spur, es wird weiter versucht die Leiche zwangszubeatmen. Und angebliche Börsengurus, versuchen weiter die Leute zu überzeugen weiter zu pokern- denn wo viel verloren da kann auch viel gewonnen werden- aber wer hier zur Zeit gewinnt?
Tatsache, die Welt dreht sich weiter und die Armen werden ärmer und die Reichen halt ein bissel weniger....dafür aber reicher.


geschrieben von Uppsala am 09.08.2011 13:55
 
 
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