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02.03.2015

VersicherungstrendsKfz-Versicherung: Autoversicherer erwarten für 2015 Gewinne

Neue Gelassenheit? Die Kfz-Versicherung schreibt wieder Gewinne, nachdem die Sparte lange Zeit verlustreich war (Symbolfoto).ghengis317@Pixabay.com

Kfz-Versicherung: Vom erbitterten Kampf um Kunden sind viele Autoversicherer abgerückt und haben ihre Prämien angehoben. Das wirkt sich positiv auf die Kfz-Versicherungssparte aus: Die Branche rechnet 2015 mit guten Gewinnen.

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Neugeschäft um jeden Preis – So schien lange Zeit das Motto der Autoversicherer zu lauten. Im Wettbewerb um Kunden nahmen die Anbieter sogar in Kauf, dass die Sparte hohe Verluste schrieb. Noch im Jahr 2011 wies der Marktführer HUK Coburg eine negative Schaden/Kostenquote von 104,8 Prozent auf: Die HUK gab mehr Geld für Schäden aus, als sie an Prämien einnahm.

Die Kfz-Versicherung erholt sich

Aber spätestens seit 2012 setzte ein Umdenken in der Branche ein, die Prämien wurden für fast alle Tarife angehoben. Und so rechnet die Branche das zweite Jahr in Folge mit guten Gewinnen, wie das Branchenmagazin Versicherungswirtschaft Heute berichtet. „Wir prognostizieren für 2015 ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Marco Morawetz vom Beratungsunternehmen GenRe dem Blatt.

So prognostizieren die Rückversicherer, dass in der Kfz-Haftpflichtversicherung (KH) der versicherungstechnische Gewinn 2015 bei sechs Prozent liegen wird. Das bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von einem Prozent. Nicht ganz so optimistisch ist der Ausblick in der Vollkasko-Sparte. Aufgrund einer stärkeren Belastung durch Elementarschäden wird sich hier der Saldo aus Beitragseinnahmen und Schadenaufwand auf 2,5 Prozent reduzieren, so der Ausblick. 2014 hatte der technische Gewinn in der Vollkasko noch bei 4 Prozent gelegen.

Steigende Beiträge für Kfz-Versicherungen

Die GenRe geht auch für 2015 von steigenden Prämien aus. So könnten die Durchschnittsbeiträge 2015 in der Kfz-Haftpflicht um 1,5 Prozent, in der Vollkasko um drei Prozent und in der Teilkasko um 0,5 Prozent steigen. „Die Beitragssteigerungen sind aber gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt“, kommentiert Morawetz gegenüber Versicherungswirtschaft Heute.

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Darüber hinaus lassen sich recht gegenläufige Tendenzen in der Autoversicherung erkennen. So seien etwa die Beiträge für Tarife mit Werkstattbindung im letzten Jahr gesenkt worden. Auch der Niedrigzins macht der Branche zu schaffen. Nach Einschätzung von GenRe können die Anbieter nur noch eine Rendite von drei Prozent erzielen, während 1998 noch Kapitalanlagen mit acht Prozent verzinst werden konnten.

Versicherungswirtschaft Heute

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