Hausratversicherung: Die größten Bestandsverluste

Quelle: DALL-E

Der Hausratbestand der Axa sinkt 2024 um 17.382 Verträge beziehungsweise rund 1,4 Prozent auf 1.180.587 Policen, nach 1.197.969 im Vorjahr. Damit belegt das Unternehmen Rang 4 nach Bestandsgröße und zählt weiterhin zu den größten Anbietern der Sparte. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch ebenfalls ein Rückgang: Gegenüber 2019 mit 1.223.453 Verträgen entspricht dies einem Minus von 42.866 Policen beziehungsweise rund 3,5 Prozent.

Wirtschaftlich entspricht die Position der Bestandsgröße. Mit 172,34 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 4,64 Prozent und Rang 4 nach Prämien bleibt die Axa eines der Schwergewichte im Markt.

Prämienprofil: gehobenes Segment

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 137,05 Euro im Jahr 2019 über 141,20 Euro im Jahr 2023 auf 145,98 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im oberen Bereich: 14 Anbieter verlangen höhere Prämien, 35 geringere. Das Preisniveau liegt damit über dem Branchendurchschnitt von 131,21 Euro.

Schadenentwicklung: deutlich erhöhtes Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 49,47 Euro im Jahr 2019 über 63,00 Euro im Jahr 2023 auf 73,45 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich ein deutlich erhöhtes Niveau: Nur sechs Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf, die große Mehrheit niedrigere. Die Schadenbelastung liegt damit klar über dem Branchendurchschnitt von 57,16 Euro.

Einordnung: anspruchsvolle Kombination im oberen Segment

Die Kombination aus überdurchschnittlichen Prämien und gleichzeitig hohen Schadenaufwendungen führt zu einem anspruchsvollen Verhältnis von Beitrag und Risiko. Der Bestandsrückgang lässt sich vor diesem Hintergrund einordnen. Ähnlich wie bei anderen Anbietern zeigt sich, dass Wachstum in einem gesättigten Markt unter diesen Bedingungen selektiv bleibt. Steigende Schadenaufwendungen können zusätzlichen Druck auf die Prämien ausüben, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit im Neugeschäft begrenzt wird. Wachstum wird damit strukturell schwieriger als in preisgünstigeren oder stärker skalierenden Segmenten, sodass auch große Anbieter Bestände verlieren können.