Hausratversicherung: Die größten Bestandsverluste

Quelle: DALL-E

Mit der Dialog Versicherung ist auch der Maklervertrieb innerhalb des Generali-Konzerns unter den Anbietern mit Bestandsrückgängen vertreten. Der Hausratbestand sinkt 2024 um 9.509 Verträge beziehungsweise gut 4,1 Prozent auf 222.465 Policen, nach 231.974 im Vorjahr. Damit erreicht das Unternehmen Rang 29 nach Bestandsgröße. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Gegenüber 2019 mit 292.073 Verträgen entspricht dies einem Minus von 69.608 Policen beziehungsweise rund 23,8 Prozent.

Wirtschaftlich ordnet sich die Dialog im hinteren Mittelfeld ein. Mit 27,55 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 0,74 Prozent und Rang 30 nach Prämien entspricht die Position weitgehend der Bestandsgröße.

Prämienprofil: mittleres Segment ohne klare Hochpreisstrategie

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag entwickelt sich vergleichsweise stabil von 121,16 Euro im Jahr 2019 über 121,37 Euro im Jahr 2023 auf 123,82 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im mittleren Bereich: 33 Anbieter verlangen höhere Prämien, 16 geringere. Auffällig ist, dass sich – anders als in anderen Sparten – keine ausgeprägte Positionierung im Hochpreissegment zeigt, sondern die durchschnittliche Prämie sogar unter dem Marktschnitt liegt.

Schadenentwicklung: unterdurchschnittliches Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag sinken von 57,89 Euro im Jahr 2019 über 53,02 Euro im Jahr 2023 auf 49,76 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich auch hier ein eher günstiges Niveau: 33 Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf, 16 niedrigere.

Einordnung: unterschiedliche Dynamiken im Konzern

Die Kombination aus durchschnittlichen Prämien und unterdurchschnittlichen Schadenaufwendungen ergibt ein solides Verhältnis von Beitrag und Risiko. Im Zusammenspiel mit den anderen Vertriebswegen im Konzern wird die Entwicklung differenzierter sichtbar: Während die Direkttochter CosmosDirekt ihren Bestand kontinuierlich ausbaut, zeigen sich sowohl im klassischen Bestandsgeschäft der Generali als auch im Maklervertrieb der Dialog rückläufige Entwicklungen.

Der Vergleich verdeutlicht, dass sich Wachstum in einem gesättigten Markt zunehmend auf spezifische Vertriebsmodelle konzentriert. Während digital geprägte und besonders effiziente Strukturen weiter zulegen, geraten andere Vertriebswege – trotz solider Kennzahlen – stärker unter Druck.