Hausratversicherung: Die größten Bestandsverluste

Quelle: DALL-E

Der Hausratbestand des Bayerischen Versicherungsverbands sinkt 2024 um 6.651 Verträge beziehungsweise rund 1,2 Prozent auf 546.497 Policen, nach 553.148 im Vorjahr. Damit belegt das Unternehmen Rang 16 nach Bestandsgröße. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein leichter Rückgang: Gegenüber 2019 mit 562.647 Verträgen entspricht dies einem Minus von 16.150 Policen beziehungsweise rund 2,9 Prozent.

Wirtschaftlich entspricht die Position der Bestandsgröße. Mit 69,37 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 1,87 Prozent und Rang 16 nach Prämien ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Prämienprofil: nahe am Marktdurchschnitt

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 109,57 Euro im Jahr 2019 über 121,52 Euro im Jahr 2023 auf 126,94 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im mittleren Bereich: 31 Anbieter verlangen höhere Prämien, 18 geringere. Das Preisniveau liegt damit leicht unter dem Branchendurchschnitt von 131,21 Euro.

Schadenentwicklung: Anstieg auf überdurchschnittliches Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen deutlich von 31,20 Euro im Jahr 2019 über 37,42 Euro im Jahr 2023 auf 59,52 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich ein leicht erhöhtes Niveau: 19 Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf, 30 niedrigere. Die Schadenbelastung liegt damit knapp über dem Branchendurchschnitt von 57,16 Euro.

Einordnung: stabile Position ohne Wachstumsimpulse

Die Kombination aus durchschnittlichen Prämien und leicht erhöhten Schadenaufwendungen ergibt ein insgesamt ausgewogenes, aber wenig profiliertes Verhältnis von Beitrag und Risiko. Der Bestandsrückgang lässt sich vor diesem Hintergrund einordnen. In einem weitgehend gesättigten Markt entstehen zusätzliche Impulse vor allem in klar abgegrenzten Segmenten. Anbieter im breiten Mittelfeld mit weitgehend ausgeglichenem Profil verzeichnen hingegen häufiger leichte Bestandsrückgänge, ohne dass sich daraus unmittelbare strukturelle Schwächen ableiten lassen.