Hausratversicherung: Die größten Bestandsverluste

Quelle: DALL-E

Auch die größere Hausrat-Tochter der DEVK weist 2024 rückläufige Bestandszahlen auf: Der Hausratbestand der DEVK Allgemeinen sinkt um 16.684 Verträge beziehungsweise rund 1,7 Prozent auf 989.079 Policen, nach 1.005.763 im Vorjahr. Damit bleibt das Unternehmen mit Rang 8 einer der größten Anbieter der Sparte. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein stabiles Niveau: Gegenüber 2019 mit 985.260 Verträgen liegt der Bestand leicht im Plus.

Wirtschaftlich entspricht die Position der Bestandsgröße. Mit 138,41 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 3,72 Prozent und Rang 8 nach Prämien gehört die DEVK Allgemeine weiterhin zur oberen Marktgruppe.

Prämienprofil: oberes Mittelfeld

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 111,95 Euro im Jahr 2019 über 132,50 Euro im Jahr 2023 auf 139,94 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im oberen Mittelfeld: 21 Anbieter verlangen höhere Prämien, 28 geringere. Das Preisniveau liegt damit oberhalb des Branchendurchschnitts von 131,21 Euro.

Schadenentwicklung: unterdurchschnittliches Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 37,12 Euro im Jahr 2019 über 42,24 Euro im Jahr 2023 auf 47,85 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich ein günstiges Niveau: 35 Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf, 14 niedrigere. Die Schadenbelastung liegt damit unter dem Branchendurchschnitt von 57,16 Euro.

Einordnung: parallele Entwicklung im bestandsorientierten Modell

Die Kombination aus leicht überdurchschnittlichen Prämien und gleichzeitig unterdurchschnittlichen Schadenaufwendungen ergibt – wie bereits beim DEVK VVaG – ein stabiles und wirtschaftlich solides Verhältnis von Beitrag und Risiko.

Dass dennoch beide Gesellschaften rückläufige Bestände verzeichnen, deutet auf gemeinsame strukturelle Faktoren hin. Die DEVK ist stark im klassischen Ausschließlichkeitsvertrieb verankert und richtet sich an eine eher bestandsorientierte, sicherheitsgeprägte Kundengruppe.

In einem gesättigten Marktumfeld entstehen zusätzliche Wachstumsimpulse jedoch zunehmend außerhalb dieses Modells – etwa über preisaggressive Angebote oder digital skalierende Vertriebswege. Anbieter mit stabilen, aber weniger dynamischen Strukturen können unter diesen Bedingungen auch bei guten Kennzahlen Bestände verlieren.