Foto: Die Linke
Die Partei „Die Linke“ fordert die Abschaffung der privaten Krankenversicherung (PKV) als Vollversicherung. Alle Privatversicherten sollen demnach in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen werden.
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Einen entsprechenden Antrag stellte die Fraktion um ihren Vorsitzenden Gregor Gysi gestern. Die Linke beruft sich dabei auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, wonach 80 Prozent der PKV-Tarife weniger als die gesetzliche Krankenversicherung leisten würden. Zudem würden gerade im Alter die Beiträge, trotz vorhandener Altersrückstellungen, enorm ansteigen.
Weiterhin argumentiert Die Linke, dass die Zwei-Klassen-Medizin, in Form von gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV), in Europa einzigartig sei und damit der Gedanke des solidarischen Gesundheitssystem ad absurdum geführt würde. Gesunde, junge, kinderlose und gutverdienende Menschen versicherten sich aus Kostengründen eher privat. Wogegen Menschen mit Vorerkrankungen häufig, durch teure Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse, in die gesetzliche Krankenversicherung gedrängt würden. Das belaste das System zunehmend.
Grundlegend wird die Versicherungspflicht in der GKV mit der Schutzbedürftigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuches begründet. Die Existenz der PKV wird seitens der Versicherungsgesellschaften damit begründet, dass eine Personengruppe versichert wird, die nicht des Schutzes der Solidargemeinschaft bedürfe. Dies ist laut Linke aber nur bedingt gegeben. Denn knapp die Hälfte der privat Versicherten erzielen ein Einkommen unterhalb des Durchschnittseinkommens und 87 Prozent der Versicherten ein Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (versicherungsbote.de berichtete: Fast jeder zweite Privatversicherte ohne Erwerbstätigkeit) Insbesondere zeige sich die Schutzbedürftigkeit durch die große Zahl der Nichtzahlenden, die in sogenannte Basistarife abgerutscht seien und nur noch im Notfall versorgt werden.
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Die Linke plant daher eine komplette Umstellung des Systems zu einem fixen Zeitpunkt. Alle privat Versicherten würden dann automatisch zu gesetzlich Versicherten. Die private Krankenvollversicherung wäre damit beerdigt. Für die Versicherer wäre das ein herber Schlag. So könnten sie dann nur noch über Zusatzversicherungen, die dann etwas mehr in den Fokus rücken würden, punkten.








Solidarität ist: alle rauf auf das Schiff und gemeinsam untergehen, Mal im Ernst, hat den Befürwortern dieser Schnapsidee mal jemand gesagt, dass die fast größte Gruppe der Privatversicherten Beamte sind. Also müßte der Staat mit seinen klammen Kassen wie ein Arbeitgeber ca. 50% der Kosten übernehmen. Und die Kosten werden explodieren: wenn man Älter wird verursacht man naturgemäß höhere Kosten,(es gibt viele ältere Beamte) dazu kommt, dass man dann nicht mehr um seine Position kämpfen muss sondern endlich mal Zeit hat, etwas für seine Gesundheit zu tun. Die Ärzte werden sich freuen.
Seit langem einmal eine gute Idee der Linken. Warum sollte, was bei unseren Nachbarn in Österreich seit Jahrzehnten funktioniert, nicht auch bei uns gehen. Mir ist nicht bekannt, dass in Österreich die Planwirtschaft herrscht, oder dass Österreich ein kommunistisches Land wäre. Oder habe ich da etwas nicht mitgekriegt?
So ein Quatsch, wir sollten endlich einmal realistisch sein - selbst wenn alle PKV Versicherten in die gesetzliche Kasse einzahlen, wird sich anderen Unwirtschaftlichkeit nichts ändern. Mit allen finanziellen Mittel, die aus Steuern zur Verfügung stehen, werden wir trotzdem nicht jedem Menschen Spitzenmedizin bis zum Tod zur Verfügung stellen können. Das ist schon unserer Demographie geschuldet. Und liebe Leute eigentlich sollten wir ja -außer unsere Krankenversicherung zu bedienen - auch noch leben, mit allem was dazu gehört. Also lieber Michael - dein Kommentar ist reine Polemik und gehört genau in den linken Kanal- die haben es schon immer genau verstanden mit reiner Rhetorik Wunschbilder zu erschaffen- aber eben nur Wunschbilder....
"Lasst uns eine Welt erträumen---"
Wenn alle privat Versicherten künftig gesetzlich krankenversichert wären, könnten Leistungen wieder nach Bedarf und nicht nach Quartalsbudget gewährt werden. Außerdem sollten alle (also auch die gut und sehr gut Verdienenden) in einen Topf zahlen, damit alle eine gute Versorgung haben.
Das die Linke nicht rechnen kann ist bekannt. 40 Jahre DDR haben die Hälfte des Landes in den Ruin getrieben. Das damalige Gesundheitssystem zeichnete sich nach anfänglichen Erfolgen letztlich durch eine Mangelversorgung aus. Der Staat (Entschuldigung damals die Partei) sagte was erforderlich war. Hier setzt die LINKE als Enkel der SED in bester Tradition an. Das hier einfach grundgesetzliche Regeln umgangen werden sollen passt. Wer in Tradition eines Unrechtsstaates handelt kümmert sich nicht um Recht schon gar nicht um Grundrechte.
Spannend ist aber die Aussage, von in den Basistarif abgerutschte Personen. Haben die Politiker so ein kurzes Gedächtnis, obwohl Sie sich durchaus an mehr als 20 Jahre zurückliegende Ereignisse erinnern. Wer ist denn im Basistarif? Es sind Personen die gänzlich unversichert waren und per Gesetz sich in einem (per Gesetz) unwirtschaftlichen Tarif versichern mussten.
Die Idee der Linken. Ist wohl eher Grenzwertig. Was ist mit den Altersrückstellungen der PKV-Kunden, zumindest ich hätte meine gerne zurück. Ein System was mit 90 % der Versicherten nicht funktioniert, wird auch mit 100 % der Versicherten nicht funktionieren. Alles Illusion ! Dann können wir ja auch gleich Beamte um Ihre "Privilegien" bringen. Was ist mit unseren sog. Volksvertreter. Wollen wir dann alle Wulfen?
Ich finde die Idee Grenzwertig. Denn nur durch die höheren Zahlungen der PKV-Patienten überlebt die ein oder andere Praxis hier im Ländle, sollte man auch nicht aus den Augen verlieren. Große PKV - Firmen stellen bereits Stabsabt. auf um die Kündigungen, die dann unausweichlich wären durchzuführen. Im übrigen sind es nicht nur besser verdienende, die in die PKV wechseln sondern auch sehr oft, Miniselbstständige ! Diese nehmen die Grundtarife und sind dann in der Tat schlechter versorgt.
Die Entscheidung für eine PKV kann nur sein, mehr Geld für mehr Leistung und das ist über Zusatz KV nicht zu erreichen. Und Kinderlose, die Mehreinkommen haben zahlen Mehr Steuern, Mehr Soli-Beitrag und als Bonus einen Zuschlag zur Pflegeversicherung, das nenn ich doch mal Solidarität.
Also wie immer Linken und Piraten - leider nur Tagträumer.
Wollt es ja nur mal gesagt haben. Ist kein Angriff auf die Meinung anderer.