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05.01.2016

NiedrigzinsLebensversicherung - Überschussbeteiligung im Sinkflug

Hier geht es abwärts? Die meisten Lebensversicherungen senken 2016 ihre Überschussbeteiligung. SP2Szolt@Pixabay.com

Bei den Überschussbeteiligungen in der klassischen Lebensversicherung zeichnet sich ein deutlicher Negativtrend ab. Von 60 Lebensversicherungen, die ihre Überschussbeteiligung für 2016 bereits bekanntgegeben haben, nahmen laut einem Zeitungsbericht nur vier Anbieter keinen Abschlag im Vergleich zum Vorjahr vor. Die Lebensversicherung mit klassischer Garantiezusage dürfte damit weiter an Attraktivität verlieren.

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Die deutschen Lebensversicherer beteiligen ihre Kunden immer weniger an den Überschüssen. Dies berichtet das Versicherungsjournal (Dienstag) und beruft sich auf die Auswertung der Überschussdeklarationen von 60 Versicherern. Die größten Abzüge haben demnach die HanseMerkur24 (-0,8 Prozentpunkte), die Swiss Life (-0,75 Prozentpunkte) sowie die Generali Lebensversicherung AG (-0,65 Prozentpunkte) vorgenommen. Die drei Versicherer bieten mit 2,25 Prozent auch die niedrigste laufende Verzinsung.

Durchschnittliche laufende Verzinsung: 2,84 Prozent

Von den ausgewerteten Anbietern haben nur 4 Versicherer ihre Überschussbeteiligung stabil gehalten: die Alte Leipziger Lebensversicherung AG (laufende Verzinsung: 3,05 Prozent), die Ergo Lebensversicherung AG (2,70 Prozent), die Ergo Direkt Lebensversicherung AG (3,20 Prozent) sowie die Provinzial Hannover (3,0 Prozent).

Bedenklich ist der Trend, dass schon 37 Lebensversicherer unter die psychologisch wichtige 3-Prozent-Marke gerutscht sind. Die durchschnittliche laufende Verzinsung bei allen 60 Anbietern lag laut Versicherungsjournal bei 2,84 Prozent, was einem Rückgang um 0,32 Prozentpunkte entspricht.

Ideal mit höchster laufender Verzinsung

Die höchste laufende Verzinsung bietet aktuell die Ideal Lebensversicherung a.G. mit 3,70 Prozent. Jeweils 3,35 bis 3,25 Prozent zahlen die Mylife Lebensversicherung AG, die Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG, die Deutsche Ärzteversicherung AG sowie die Europa Lebensversicherung AG.

Den Lebensversicherern fällt es im aktuellen Niedrigzins-Umfeld immer schwerer, ihren Kunden langjährige Garantien zuzusichern. Deshalb schränken große Anbieter wie die Generali, Allianz oder Ergo das Geschäft mit „klassischen“ Garantiezins-Policen ein. An ihre Stelle treten neue Garantiemodelle wie fondsgebundene Versicherungen und hybriden Sparprodukte, die nur den Erhalt der eingezahlten Beiträge vorsehen.

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Die Gesamtverzinsung setzt sich in der kapitalbildenden Lebensversicherung aus der laufenden Verzinsung, dem erfolgsabhängigen Schlussüberschuss sowie einem Sockelbetrag an den Bewertungsreserven zusammen.

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