Hausratversicherung: Deutschlands „beste Dienstleister“ 2026

Quelle: DALL-E

Die Spitzengruppe der Hausratversicherer wird von großen Kompositversicherern geprägt. Mit HUK-COBURG, ERGO, Allianz, Debeka und R+V gehören mehrere der größten Schaden- und Unfallversicherer Deutschlands zu den bestbewerteten Dienstleistern. Ergänzt wird das Feld durch die Direktversicherer HUK24 und EUROPA sowie den auf Versicherungen rund um die Immobilie spezialisierten Anbieter GEV.

Auffällig ist zudem die große Bandbreite der Preispositionierung. Die branchenweite Durchschnittsprämie lag 2024 bei 131,21 Euro je Vertrag. Während sich HUK24 und die HUK-COBURG deutlich unter diesem Wert positionieren, gehören Allianz, Debeka und R+V zum gehobenen Marktsegment. Zugleich zählt die Hausratversicherung gemessen an den durchschnittlichen Prämien zu den vergleichsweise beitragsschwächeren (bzw. günstigen) Sparten der Schaden- und Unfallversicherung.

Rang 1: HUK-COBURG (2,67 / Bester Dienstleister)

Die HUK-COBURG ist im Ranking mit drei Versicherern vertreten. Während der Direktversicherer HUK24 als eigenständige Marke separat bewertet wird, umfasst die Auszeichnung „HUK-COBURG“ den HUK-COBURG VVaG und die HUK-COBURG Allgemeine. Zusammen zählen beide Gesellschaften zu den größten Hausratversicherern Deutschlands. Der HUK-COBURG VVaG erzielte 2024 gebuchte Bruttoprämien von 149,53 Millionen Euro und belegte damit Rang sieben im Markt; die HUK-COBURG Allgemeine kam auf weitere 108,19 Millionen Euro und Rang zwölf. Nach Vertragsbestand rangieren beide Gesellschaften mit rund 1,52 beziehungsweise 1,23 Millionen Policen sogar auf den Plätzen drei und vier.

Auffällig ist die konsequente Positionierung im günstigen Marktsegment. Die durchschnittlichen Bruttoprämien lagen mit 98,57 beziehungsweise 88,31 Euro je Vertrag deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 131,21 Euro; lediglich sieben beziehungsweise fünf Anbieter waren günstiger. Gleichzeitig bewegen sich die Schadenaufwendungen mit 48,75 und 46,29 Euro je Vertrag im unteren Marktbereich. Charakteristisch ist die Verbindung aus großen Beständen und einer konsequent preisorientierten Marktposition.

Rang 2: ERGO (2,68 / Beste Dienstleister)

Die ERGO erreicht im ServiceValue-Ranking den zweiten Platz unter den Hausratversicherern. Als neuntgrößter Hausratversicherer Deutschlands erzielte das Unternehmen 2024 gebuchte Bruttoprämien von 131,66 Millionen Euro und erreichte einen Marktanteil von 3,54 Prozent. Der Vertragsbestand belief sich auf 921.276 Policen. Mit einer durchschnittlichen Bruttoprämie von 142,91 Euro je Vertrag liegt die ERGO über dem Branchendurchschnitt von 131,21 Euro; 19 Anbieter weisen höhere Durchschnittsprämien auf, 30 niedrigere. Die Schadenaufwendungen beliefen sich auf 63,36 Euro je Vertrag und bewegen sich ebenfalls im Mittelfeld des Marktes; 34 Anbieter verzeichneten niedrigere Werte. Insgesamt spricht dies für eine Positionierung leicht oberhalb des Marktdurchschnitts.

Rang 3: Allianz (2,69 / Beste Dienstleister)

Die Allianz erreicht im ServiceValue-Ranking den dritten Platz unter den Hausratversicherern. Als Marktführer der Sparte erzielte das Unternehmen 2024 gebuchte Bruttoprämien von 476,79 Millionen Euro und erreichte einen Marktanteil von 12,83 Prozent. Sowohl nach Beitragsvolumen als auch nach Vertragsbestand belegt die Allianz jeweils Rang eins; insgesamt verwaltet sie knapp 2,93 Millionen Hausratverträge. Mit einer durchschnittlichen Bruttoprämie von 162,90 Euro je Vertrag gehört die Allianz zu den höherpreisigen Anbietern; lediglich drei Versicherer weisen höhere Durchschnittsprämien auf, 46 niedrigere. Gleichzeitig liegen die Schadenaufwendungen mit 85,66 Euro je Vertrag auf dem zweithöchsten Niveau des Marktvergleichs; nur ein Anbieter verzeichnet einen höheren Wert. Dies spricht für einen entsprechend leistungs- und schadenintensiven Versicherungsbestand.

Rang 4: Debeka (2,70 / Beste Dienstleister)

Die Debeka erreicht im ServiceValue-Ranking den vierten Platz unter den Hausratversicherern. Als zehntgrößter Hausratversicherer Deutschlands erzielte die Debeka Allgemeine 2024 gebuchte Bruttoprämien von 121,43 Millionen Euro und erreichte einen Marktanteil von 3,27 Prozent. Mit 831.622 Hausratverträgen belegt das Unternehmen nach Vertragsbestand Rang 12. Die durchschnittliche Bruttoprämie lag mit 146,02 Euro je Vertrag über dem Branchendurchschnitt; 13 Anbieter wiesen höhere Durchschnittsprämien auf, 36 niedrigere. Die Schadenaufwendungen beliefen sich auf 60,72 Euro je Vertrag und lagen ebenfalls oberhalb des Marktdurchschnitts. Charakteristisch ist die enge Verzahnung der Hausratversicherung mit dem Personenversicherungs- und Beamtenkundengeschäft der Debeka-Gruppe.

Rang 5: EUROPA Versicherung (2,73 / Beste Dienstleister)

Die EUROPA Versicherung erreicht im ServiceValue-Ranking den fünften Platz unter den Hausratversicherern. Das Unternehmen gehört zur Continentale Versicherungsgruppe und vertreibt seine Produkte ausschließlich als Direktversicherer über Internet und telefonische Fachberatung. Anders als bei den übrigen Anbietern lässt sich die Marktstellung der Hausratversicherung anhand der verfügbaren Unternehmensdaten jedoch nicht näher quantifizieren. Innerhalb des Schaden- und Unfallgeschäfts spielt die Sachversicherung nur eine untergeordnete Rolle: Von den insgesamt 223,3 Millionen Euro gebuchten Bruttobeiträgen des Unternehmens entfielen 2024 lediglich 9,0 Millionen Euro auf die gesamte Sachversicherung. Hausrat-, Wohngebäude- und weitere Sachsparten werden dabei gemeinsam ausgewiesen; eine separate Darstellung der Hausratversicherung erfolgt weder im Geschäftsbericht noch im Branchenmonitor der V.E.R.S. Leipzig GmbH.

Rang 6: GEV Grundeigentümer-Versicherung (2,74 / Beste Dienstleister)

Die GEV erreicht im ServiceValue-Ranking den sechsten Platz unter den Hausratversicherern. Anders als die großen Kompositversicherer konzentriert sich das Unternehmen seit mehr als 130 Jahren auf Versicherungen rund um die Immobilie und bezeichnet sich selbst als Spezialversicherer für Immobilien. Der Schwerpunkt liegt zwar auf der Wohngebäudeversicherung, auf die rund 71 Prozent der verdienten Bruttobeiträge entfallen, die Hausratversicherung zählt jedoch zu den strategischen Geschäftsfeldern des Unternehmens. 2024 führte die GEV ein vollständig überarbeitetes Hausratprodukt mit neuen Zusatzmodulen und nachhaltigem Leistungsextra ein. Zugleich gehörte die Hausratversicherung zu den Sparten mit den stärksten Bestandszuwächsen. Die Platzierung in der ServiceValue-Studie unterstreicht damit die hohe wahrgenommene Dienstleistungsqualität eines auf Versicherungen rund um die Immobilie spezialisierten Anbieters.

Rang 7: HUK24 (2,75 / Beste Dienstleister)

Der Direktversicherer HUK24 erreicht im ServiceValue-Ranking den siebten Platz unter den Hausratversicherern. Als 24-größter Hausratversicherer Deutschlands erzielte das Unternehmen 2024 gebuchte Bruttoprämien von 42,52 Millionen Euro. Nach Vertragsbestand belegt HUK24 mit 522.563 Policen Rang 18. Mit einer durchschnittlichen Bruttoprämie von 81,36 Euro je Vertrag gehört der Direktversicherer zu den günstigsten Anbietern im Markt; lediglich drei Versicherer weisen niedrigere Durchschnittsprämien auf, 46 höhere. Die Schadenaufwendungen beliefen sich auf 45,60 Euro je Vertrag und lagen ebenfalls im unteren Marktbereich; lediglich neun Anbieter verzeichneten niedrigere Werte. Damit unterstreicht HUK24 seine konsequent preisorientierte Positionierung im digitalen Direktvertrieb.

Rang 8: R+V (2,76 / Beste Dienstleister)

Die R+V erreicht im ServiceValue-Ranking den achten Platz unter den Hausratversicherern. Als fünftgrößter Hausratversicherer Deutschlands erzielte das Unternehmen 2024 gebuchte Bruttoprämien von 163,44 Millionen Euro und erreichte einen Marktanteil von 4,40 Prozent. Der Vertragsbestand belief sich auf 1.143.040 Hausratpolicen und entsprach Rang 6 im Markt. Mit einer durchschnittlichen Bruttoprämie von 142,99 Euro je Vertrag liegt die R+V leicht über dem Branchendurchschnitt von 131,21 Euro; 17 Anbieter weisen höhere Durchschnittsprämien auf, 32 niedrigere. Die Schadenaufwendungen beliefen sich auf 73,00 Euro je Vertrag; lediglich sieben Versicherer verzeichneten höhere Werte. Charakteristisch für die R+V ist ihre enge Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, über die sie einen breiten Zugang zu Privatkunden besitzt.