Die Arag SE baut ihre marktführende Stellung 2024 weiter deutlich aus. Die Zahl der Verträge steigt von 5.151.089 auf 5.290.043 Policen, was einem Plus von 138.954 Verträgen beziehungsweise rund 2,7 Prozent entspricht. Damit wächst der Versicherer nicht nur deutlich stärker als der Branchenschnitt von 0,68 Prozent, sondern vergrößert auch seinen ohnehin klaren Abstand zum Wettbewerb. Mit großem Vorsprung bleibt die Arag der mit Abstand größte Anbieter im deutschen Rechtsschutzmarkt.
Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein ausgeprägter Wachstumspfad. Gegenüber 2019 mit 4.506.150 Verträgen ergibt sich ein Zuwachs von 783.893 Policen beziehungsweise rund 17,4 Prozent. Die Arag wächst damit nicht nur auf hohem Niveau, sondern baut ihre Marktführerschaft über Jahre hinweg kontinuierlich aus.
Prämienwachstum: dominante Stellung auch wirtschaftlich
Parallel dazu setzt sich die Entwicklung auf der Prämienseite fort. Die verdienten Bruttoprämien steigen von 843,84 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 921,80 Millionen Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von 77,96 Millionen Euro beziehungsweise 9,2 Prozent. Gegenüber 2019 (694,58 Millionen Euro) ergibt sich ein Anstieg um rund 32,7 Prozent.
Die marktbeherrschende Stellung zeigt sich auch im Prämienranking: Mit einem Marktanteil von 16,38 Prozent und Rang 1 liegt die Arag nicht nur vor allen Wettbewerbern, sondern erreicht eine Größenordnung, die im Rechtsschutzmarkt einzigartig ist. Sie ist damit sowohl nach Vertragsbestand als auch nach Prämienvolumen der dominierende Anbieter.
Preisprofil und Einordnung: Breitenmodell mit Skalenvorteilen
Das Geschäftsmodell der Arag wird vor allem im Preisprofil sichtbar. Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt von 153,62 Euro im Jahr 2019 über 165,18 Euro im Jahr 2023 auf 176,28 Euro im Jahr 2024. Insgesamt ergibt sich damit ein Anstieg um 22,66 Euro beziehungsweise rund 14,8 Prozent. Trotz dieses Anstiegs bleibt die Arag unter dem Branchenschnitt von 204,76 Euro positioniert und im unteren bis mittleren Preissegment (Rang 19; nur sechs Anbieter sind billiger).
Die Schadenaufwendungen je Vertrag liegen mit 94,56 Euro deutlich unter dem Branchenschnitt von 132,75 Euro und gehören zu den niedrigsten im gesamten Markt – nur drei Anbieter weisen noch geringere Werte auf.
Vor diesem Hintergrund lässt sich die Entwicklung klar einordnen. Die Arag kombiniert ein breit angelegtes, preislich moderates Geschäftsmodell mit sehr niedrigen Schadenkosten und erreicht dadurch erhebliche Skaleneffekte. Diese ermöglichen nicht nur weiteres Wachstum, sondern verstärken zugleich die bestehende Marktführerschaft. Der Versicherer wächst damit aus einer Position der Stärke heraus und prägt die Entwicklung des Rechtsschutzmarktes maßgeblich.
Hintergrund
Die präsentierten Zahlen dieser Analyse stammen aus dem aktuellen Branchenmonitor Rechtsschutz 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Die Studie deckt die 25 größten Versicherer ab und repräsentiert damit rund 99 Prozent des Rechtsschutz-Marktes. Wie immer macht der Branchenmonitor eine Vielzahl an Kennzahlen zugänglich – und bietet so detaillierte Einblicke in die Marktentwicklung der Jahre 2019 bis 2024. Er kann auf der Webseite der Leipziger Experten kostenpflichtig bestellt werden.