Rechtsschutzversicherung: Die größten Bestandsgewinne

Quelle: DALL-E

Die Auxilia Rechtsschutz zählt 2024 zu den dynamischsten Wachstumsanbietern der Branche. Die Zahl der Verträge steigt von 695.428 auf 725.693 Policen, was einem Plus von 30.265 Verträgen beziehungsweise rund 4,4 Prozent entspricht. Damit wächst die Gesellschaft deutlich stärker als der Branchenschnitt von 0,68 Prozent und erreicht Rang 14 nach Vertragsbestand.

Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein klarer Ausbau. Gegenüber 2019 mit 610.114 Verträgen ergibt sich ein Zuwachs von 115.579 Policen beziehungsweise rund 18,9 Prozent. Das Wachstum ist damit sowohl kurzfristig als auch strukturell ausgeprägt.

Prämienwachstum: konsistente Entwicklung im Gleichlauf

Parallel dazu steigt das Prämienvolumen von 138,61 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 145,04 Millionen Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von 6,43 Millionen Euro beziehungsweise 4,6 Prozent. Gegenüber 2019 (107,52 Millionen Euro) ergibt sich ein Anstieg um rund 34,9 Prozent.

Auffällig ist dabei die hohe Konsistenz zwischen Bestands- und Prämienentwicklung. Mit Rang 14 nach Prämien entspricht die wirtschaftliche Position exakt der Platzierung nach Vertragsbestand. Wachstum erfolgt damit proportional und ohne erkennbare Verzerrung zwischen Stückzahl und Beitragsvolumen.

Preisprofil und Einordnung: Wachstum aus der Marktmitte heraus

Das Geschäftsmodell der Auxilia lässt sich klar im mittleren Preissegment verorten. Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt von 178,68 Euro im Jahr 2019 über 201,48 Euro im Jahr 2023 auf 202,26 Euro im Jahr 2024. Insgesamt ergibt sich damit ein Anstieg um 23,58 Euro beziehungsweise rund 13,2 Prozent. Damit liegt die Auxilia nahe am Branchenschnitt von 204,76 Euro (Rang 17) und vermeidet sowohl eine ausgeprägte Niedrigpreis- als auch Hochpreispositionierung.

Die Schadenaufwendungen je Vertrag liegen 2024 mit 117,13 Euro unter dem Branchenschnitt von 132,75 Euro. Im Mehrjahresvergleich zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: 2022 lagen die Aufwendungen mit 130,97 Euro noch deutlich über dem damaligen Branchenschnitt (116,29 Euro), 2023 mit 124,60 Euro ebenfalls noch leicht darüber (120,96 Euro). Erst 2024 ergibt sich eine spürbare Entlastung. Die Auxilia erzielt ihre Zuwächse demnach aus einer stabilen Position in der Marktmitte heraus, während sich die Schadenbelastung zuletzt verbessert hat. In Kombination mit moderaten Preisen entsteht so eine tragfähige Grundlage für dynamisches Wachstum, ohne dass extreme Positionierungen erforderlich sind.