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Die Techniker Krankenkasse, Twitter und Globulisierungsgegner

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich mit einem misslungenen Tweet im Zusammenhang mit einer unangenehmen Studie zur Homöopathie Ärger eingehandelt.digipictures/Pixabay

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich mit einem misslungenen Tweet im Zusammenhang mit einer unangenehmen Studie zur Homöopathie Ärger eingehandelt. Die Schwierigkeiten für die TK begannen mit dem HNO-Arzt Christian Lübbers aus Weilheim, der sich auf seinem Twitterprofil als „Globulisierungsgegner“ bezeichnet.

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Der Arzt twitterte eine Studie, bei der anhand von 44.500 anonymisierten TK-Patienten die Wirksamkeit von Homöopathie überprüft wurde. Das Ergebnis: Mit Homöopathie (hier zum Nachlesen für Interessierte) kostete die Therapie 7.200 Euro je Patient, schulmedizinisch behandelte Patienten kosteten nur 5.900 Euro.

Mit Homöopathie heilen ist also unter ansonsten gleichen Bedingungen erheblich teurer als ohne, sagt die Studie. Die TK bezahlt diese Therapien in gewissem Umfang und musste sich in einem weiteren Tweet von Schulmediziner und „Globulisierungsgegner“ Lübbers fragen lassen, warum. Schließlich haben die Wissenschaftler bei der Studie nicht irgendwelche, sondern Patientendaten der TK verwendet. Damit begann eine Diskussion auf Twitter. Auch zu der Frage, warum Zahnersatz und Brillen nicht erstattet werden, (zu) teure Homöopathie aber wohl

In der Nacht von Montag auf Dienstag fragte dann auf Twitter ein User, ob die TK eine „saubere, wissenschaftliche Studien nennen (könne), die die Wirksamkeit von Homöopathie belegen?“ Der Mensch an den Tasten des TK-Twitterkontos patzte und schickte eine patzige Gegenfrage zurück:

Rums, da ging die Pfeife los, mit Getöse schrecklich groß (Max und Moritz, Vierter Streich) auf dem TK-Twitter-Ticker. Ausgerechnet diese Gegenfrage! Nach Jahrzehnten allen vergeblichen Mühens vieler Mediziner, die Wirksamkeit von Homöopathie zu begründen.

Schließlich ist es ein Grundsatz der Wissenschaft, das Wirkungen bewiesen werden müssen, hier die TK als Kostenträger eine Bringschuld hat. Ein User schoss verbal zurück: „Können Sie mir eine wissenschaftliche Studie zeigen, dass keine unsichtbare Teekanne um die Erde kreist?“

Globuli helfen ... vielleicht bei Unterzucker

Die TK hat dann – wiederum auf Twitter, klar – eingelenkt, sich für ihren provokanten Tweet entschuldigt und gesagt: „Wir arbeiten die Fehler auf“. Und auch freimütig erklärt: „Das Thema polarisiert auch intern.“ Dennoch hat sich der Twitterstrom bei der TK nur langsam beruhigt. In der Sache: Die Kasse wolle auch weiter Homöopathie bezahlen, berichtet die „Welt“. Der Arzt und „Globulisierungsgegner“ Lübbers ist auch noch ein Zitat wert. Laut Münchener „Merkur“ sagte Lübbers, dass Globuli nicht helfen würden, „außer vielleicht bei Unterzucker“.

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