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Rentenversicherungspflicht

Rentenversicherung will Selbständige in die Pflicht nehmen

tpsdave/Pixabay

Um Altersarmut zu begrenzen, brauche es nicht nur mehr mehr Rente, sondern mehr Menschen müssten in die Rentenkassen einzahlen. Das laut Medienberichten fordert die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und meint, dass Selbstständige künftig Pflichtbeiträge bei dem staatlichen Rententräger einzahlen sollen.

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"Es ist inzwischen wohl unstrittig, dass Altersarmut häufig auf konkret benennbare Ursachen zurückzuführen ist und es zu ihrer Bekämpfung gezielter, an diesen Ursachen orientierter Ansätze bedarf". Diese Erkenntnis aus einer noch nicht veröffentlichten Studie habe die DRV in einen Brief an den Deutschen Bundestag geschrieben. Dies berichten Zeitungen der Funke Mediengruppe. Was mit „Ursachen“ für Altersarmut gemeint ist, bezieht die DRV offenbar auf Selbstständige.

65 Prozent mit weniger als 400 Euro Rente?

Die Kleinunternehmer sollen nach Ansicht der DRV künftig Pflichtbeiträge in die Rente einzahlen. In einer Studie will der Rententräger die Einkommensstruktur derer analysiert habe, die vom Staat Grundsicherung (früher als Sozialhilfe bekannt) beziehen. Knapp 25 Prozent der Empfänger dieser Sozialleistung haben den Berichten zufolge gar keinen Anspruch auf Rente bei der DRV. Bei rund 40 Prozent der Menschen in Grundsicherung sei der Rentenanspruch kleiner als 400 Euro im Monat. Addierte man nun beide Prozentzahlen, dann hätten 65 Prozent aller Rentner ein Einkommen von null bis 400 Euro(?).

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Gegenstand der Debatte um Altersarmut sind wiederholt die Solo-Selbstständigen, Kleinunternehmer, denen es schwerfällt, Geld fürs Alter zurückzulegen. Und die es deshalb in vielen Fällen nicht tun. Zumindest nicht über die Kasse der DRV. Und hier beginnt der Streit um Statistiken. Kritiker der DRV bemängeln, der Rententräger setze weitere Einkommen von Rentnern, die dieses neben der Staatsrente beziehen, zu niedrig an. Was im Ergebnis den Grad der Altersarmut statistisch erhöhe. Zum Beispiel zähle beim Einkommen nicht nur die Rente des Betroffenen, sondern auch die des Ehepartners, also das Haushaltseinkommen. Die DRV wird ihre neueste Studie demnächst veröffentlichen.

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