PKV-Rating 2026: Schwache Tarife nehmen deutlich zu

Quelle: ChatGPT

Diese privaten Krankenversicherer haben mindestens einen „ausgezeichneten“ Tarif: Alte Oldenburger, ARAG, Concordia, DKV, Generali, Hallesche, HanseMerkur, HUK-Coburg, Inter, LKH, ottonova, R+V, SDK, SIGNAL IDUNA, uniVersa, VRK und Württembergische. Neu in der Spitzengruppe vertreten sind Generali, LKH, VRK und die Württembergische. Dagegen gehören AXA, BBKK, Gothaer, Münchener Verein, UKV und universa nicht mehr zu den Anbietern mit mindestens einem Fünf-Sterne-Tarif.

Immerhin noch 168 Tarife dürfen sich über eine "sehr gute" Bewertung freuen. Im Mittelfeld finden sich 314 Tarifvarianten wieder. Mehr als jeder dritte untersuchte Tarife (43,7 Prozent) musste sich nach der Interpretation von Morgen & Morgen mit einer unterdurchschnittlichen Bewertung begnügen. Der Anteil der "schwachen" oder "sehr schwachen" Tarife ist wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr lag deren Anteil noch bei 34,9 Prozent. Anno 2024 hatte der Anteil der unterdurchschnittlichen Bewertungen noch bei 28,4 Prozent gelegen.

Mit 2 Sternen ("schwach") mussten sich 321 Tarifkombinationen begnügen. Mindestens einen Zwei-Sterne-Tarif weisen 26 Krankenversicherer auf. Dazu zählen Allianz, Alte Oldenburger, ARAG, AXA, Barmenia, BBKK, Concordia, Continentale, Debeka, DKV, Gothaer, Hallesche, HanseMerkur, HUK-COBURG, Inter, LVM, Mecklenburgische, Münchener Verein, Nürnberger, R+V, SDK, Signal Iduna, UKV, uniVersa, VRK sowie die Württembergische.

Weitere 173 Tarife erhielten lediglich 1 Stern und damit die Bewertung "sehr schwach". Damit ist die Zahl der Schlusslichter gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegen: 2025 waren noch 154 Tarifkombinationen mit einem Stern bewertet worden. Sehr schwache Ein-Stern-Tarife finden sich bei 18 Anbietern. Betroffen sind Allianz, ARAG, Barmenia, BBKK, Concordia, Continentale, Debeka, DKV, HanseMerkur, HUK-COBURG, Inter, LVM, Münchener Verein, R+V, SDK, UKV, uniVersa sowie die VRK. Die Ergebnisse können auf der Webseite des Ratinghauses eingesehen werden.

So wurde getestet

Bei der Untersuchung hat Morgen & Morgen nur die Tarife berücksichtigt, bei denen Neugeschäftsbeiträge in den Jahren 2019 bis 2024 vorhanden waren und bei denen das zulässige Eintrittsalter in den Tarif von 21 bis einschließlich 50 Jahren erlaubt ist. Anschließend seien 30 verschiedene Eintrittsalter pro Tarifkombination nach sogenannten Effektivbeiträgen ausgewertet worden. Das heißt, die vorliegenden Monatsbeiträge werden auf das Jahr umgerechnet und der Selbstbehalt - sofern vorhanden - addiert. Beihilfe-Tarife wurden nicht berücksichtigt, die Pflegeversicherung auch nicht. Ausgewertet wurden die Prämienanpassungen der letzten fünf Jahre. Die fünf durchschnittlichen Steigerungen wurden dann zu einem Mittelwert und einer Standardabweichung zusammengerechnet. Demnach ergebe sich eine gute Beitragsstabilität, wenn die durchschnittliche Beitragssteigerung ebenso gering ist wie die Streuung der Steigerungen, berichten die Tester.