Die Akzeptanz von KI im Versicherungsgeschäft steigt deutlich

Quelle: ChatGPT

Immer mehr Menschen können sich vorstellen, Künstliche Intelligenz bei Versicherungsfragen einzusetzen. Besonders bei Anträgen, Vertragsanalysen und der Schadenregulierung wächst die Akzeptanz deutlich. Trotzdem bleibt das Vertrauen in die menschliche Beratung hoch.

Die Offenheit der Verbraucher gegenüber Künstlicher Intelligenz im Versicherungsgeschäft wächst spürbar. Immer mehr Menschen können sich vorstellen, KI bei der Auswahl von Policen, beim Ausfüllen von Anträgen oder sogar bei der Schadenbearbeitung einzusetzen. Gleichzeitig bleibt das Vertrauen in menschliche Beratung ungebrochen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.

Besonders groß ist die Bereitschaft, KI bei administrativen Aufgaben einzusetzen. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) würde sich beim Ausfüllen eines Versicherungsantrags von einer KI unterstützen lassen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. Auch die Analyse bestehender Verträge stößt auf wachsendes Interesse. 44 Prozent der Verbraucher würden eine KI nutzen, die vorhandene Policen überprüft und alternative Absicherungsmöglichkeiten empfiehlt. 2025 waren es noch 39 Prozent. Ebenso können sich 43 Prozent vorstellen, Fragen zum bestehenden Versicherungsschutz künftig von einer KI beantworten zu lassen.

Den größten Sprung verzeichnet die Nutzung von KI bei der Schadenschätzung. 38 Prozent der Befragten würden inzwischen eine KI einsetzen, die Fotos eines Schadens oder Unfalls analysiert und eine erste Einschätzung zur Schadenhöhe liefert. Im Vorjahr lag die Zustimmung hierfür lediglich bei 24 Prozent. „Die Menschen sammeln immer mehr Erfahrungen mit KI und werden dadurch auch offener dafür, sie bei komplexeren Themen wie Versicherungen einzusetzen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Trotz der steigenden Akzeptanz bleibt die Skepsis gegenüber KI-Empfehlungen groß. Bislang hat lediglich jeder zehnte Bundesbürger (9 Prozent) vor dem Abschluss einer Versicherung bereits eine KI um Rat gefragt. Noch deutlicher fällt das Ergebnis beim Vertrauen in die Beratungsqualität aus: Nur 15 Prozent der Befragten glauben, dass eine KI bessere und passendere Versicherungsempfehlungen geben kann als ein menschlicher Berater. „KI kann helfen, Policen besser zu verstehen und die Entscheidungsgrundlage der Versicherten zu verbessern“, erklärt Rohleder. „Gleichzeitig bleiben Versicherungen Vertrauensprodukte, bei denen menschliche Beratung für viele Menschen weiterhin eine wichtige Rolle spielt.“