Kfz-Versicherung: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten

Quelle: DALL-E

Die BGV-Versicherung blieb 2024 deutlich im defizitären Bereich. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 114,38 Prozent, das versicherungstechnische Ergebnis bei minus 30,02 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich jedoch eine spürbare Verbesserung: 2023 lag die Quote noch bei sehr hohen 132,77 Prozent. Trotz dieses Rückgangs bleibt das Niveau klar jenseits der Kostendeckung.

Prämienprofil: unteres bis mittleres Segment

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 222,87 Euro im Jahr 2019 über 214,36 Euro im Jahr 2023 auf 228,73 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich damit eine eher unterdurchschnittliche Position: 36 Anbieter verlangen höhere Prämien, 13 niedrigere.

Schadenentwicklung: Rückgang nach starkem Anstieg

Die Schadenaufwendungen je Vertrag entwickeln sich volatil. Nach einem Anstieg von 200,73 Euro im Jahr 2019 auf 242,05 Euro im Jahr 2023 sinken sie 2024 wieder auf 218,73 Euro. Im Marktvergleich ergibt sich ein mittleres bis leicht erhöhtes Niveau: 30 Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf, 19 niedrigere.

Einordnung: kurzfristige Entlastung nach vorherigem Kostenanstieg

Im längerfristigen Vergleich steigen die Schadenaufwendungen deutlich stärker als die Prämien. Zwischen 2019 und 2024 erhöhen sich die Prämien je Vertrag von 222,87 Euro auf 228,73 Euro (rund +2,6 Prozent), während die Schadenaufwendungen von 200,73 Euro auf 218,73 Euro zulegen (rund +8,9 Prozent).

Im kurzfristigen Vergleich zeigt sich jedoch eine klare Gegenbewegung: Von 2023 auf 2024 steigen die Prämien um rund 6,7 Prozent, während die Schadenaufwendungen um etwa 9,6 Prozent zurückgehen. Diese Entwicklung entlastet die Schaden-Kosten-Quote spürbar. Sie folgt jedoch auf einen zuvor starken Anstieg der Schadenaufwendungen, sodass sich das Verhältnis von Beitrag und Schaden über den Gesamtzeitraum hinweg nur teilweise wieder annähert.