Die fairsten Youngtimer- und Oldtimerversicherer aus Kundensicht

Quelle: DALL-E

Welche Youngtimer- und Oldtimerversicherer überzeugen aus Kundensicht durch Fairness? Eine aktuelle Untersuchung liefert darauf Antworten. Grundlage ist eine breit angelegte Befragung von Bestandskunden, die ihre Erfahrungen entlang zentraler Leistungsdimensionen bewertet haben. Versicherungsbote stellt Ergebnisse vor.

Youngtimer- und Oldtimerversicherer nehmen im Versicherungsmarkt eine besondere Rolle ein. Sie sichern Fahrzeuge ab, die oft nicht nur einen materiellen, sondern auch einen ideellen Wert besitzen – vom gepflegten Alltagsklassiker bis hin zum seltenen Sammlerstück. Entsprechend unterscheiden sich die Anforderungen an Versicherungsschutz und Service deutlich von klassischen Kfz-Policen. Für Kundinnen und Kunden zeigt sich die Qualität dieser Angebote daher nicht allein im Tarif, sondern vor allem im Zusammenspiel von Preis, Leistung und Service im Alltag – und insbesondere im Schadenfall. Gerade hier wird sichtbar, ob Versicherer den besonderen Anforderungen rund um Bewertung, Werterhalt und Nutzung gerecht werden.

Vor diesem Hintergrund hat die ServiceValue GmbH in Kooperation mit FOCUS MONEY die Studie „Kundenurteil: Fairness von Youngtimer- & Oldtimerversicherern 2026“ vorgelegt. Ziel ist es, ein systematisches Stimmungsbild zur wahrgenommenen Fairness im Markt zu zeichnen – also zur Frage, wie ausgewogen, transparent und kundenorientiert Versicherer aus Sicht ihrer Bestandskunden agieren.

Was wurde untersucht?

Grundlage ist eine Online-Befragung aus Februar und März 2026. Insgesamt flossen 2.174 Kundenurteile von 1.931 Befragten zu 26 Youngtimer- und Oldtimerversicherern in die Auswertung ein. Berücksichtigt wurden ausschließlich Kunden, die in den vergangenen 24 Monaten tatsächlich bei einem der Anbieter versichert waren.

Die Bewertung erfolgte entlang mehrerer Service- und Leistungsmerkmale, die fünf zentralen Dimensionen zugeordnet sind: Produktangebot, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenbetreuung, Schadenregulierung und Kundenbindung. „Fairness“ wird damit nicht direkt abgefragt, sondern aus einzelnen Erfahrungswerten systematisch abgeleitet.

Wie wurde Fairness gemessen?

Für jede Dimension bewerten die Befragten konkrete Merkmale – etwa die Transparenz der Leistungen, die Erreichbarkeit im Service oder die Abwicklung im Schadenfall. Dahinter stehen einzelne Fragen zu konkreten Erfahrungen, etwa wie verständlich Informationen waren oder wie schnell ein Schaden reguliert wurde. Die Bewertung erfolgt auf einer vierstufigen Skala, über die die Antworten in messbare Werte überführt werden. Für jedes Merkmal und jeden Anbieter wird daraus ein normierter Indexwert berechnet.

Aus diesen Einzelwerten werden Durchschnittswerte je Dimension gebildet, die schließlich gleichgewichtet in das Gesamturteil einfließen. Eine zusätzliche Gewichtung einzelner Bereiche erfolgt nicht.

Die Auszeichnung folgt einer relativen Logik: Anbieter mit überdurchschnittlichen Ergebnissen erhalten das Urteil „gut“. Unternehmen, die über dem Durchschnitt dieser Gruppe liegen, werden mit „sehr gut“ bewertet.

Was die Studie nicht zeigen kann

So differenziert die Ergebnisse sind, so klar bleiben auch die Grenzen der Untersuchung. Die Studie misst ausschließlich die subjektive Wahrnehmung der Kunden – also, wie fair sie ihren Versicherer in konkreten Kontaktsituationen erlebt haben. Welche tatsächlichen Leistungsunterschiede dahinterstehen, bleibt offen.

Das gilt bereits für das Produktangebot: Bewertet wird, wie verständlich, transparent oder passend Tarife wahrgenommen werden. Nicht abgebildet wird hingegen, wie leistungsstark die Produkte im Detail tatsächlich sind – etwa im Hinblick auf Deckungsumfang oder spezielle Oldtimer-Klauseln.

Ähnliches gilt für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Studie zeigt, ob Kunden Beiträge als angemessen empfinden. Ob ein Tarif objektiv günstig oder teuer ist, lässt sich daraus nicht ableiten.

In der Kundenbetreuung spiegeln die Ergebnisse vor allem das Erleben einzelner Kontaktpunkte wider – von einfachen Anfragen bis hin zu komplexeren Abstimmungen etwa bei Wertgutachten oder individuellen Nutzungsszenarien. Auch die strukturellen Rahmenbedingungen der Anbieter bleiben dabei unsichtbar. Am deutlichsten zeigen sich die Grenzen bei der Schadenregulierung. Hier wird bewertet, wie schnell und fair die Abwicklung wahrgenommen wird. Welche konkreten Schadenfälle zugrunde liegen – von kleineren Schäden bis hin zu aufwendigen Restaurationsfällen – bleibt jedoch offen. Auch eine fachliche Bewertung der Entscheidungen ist nicht möglich. Unter dieser Prämisse werden nun die ausgezeichneten Anbieter vorgestellt.

Die ausgezeichneten Anbieter

Von den insgesamt 26 untersuchten Youngtimer- und Oldtimerversicherern konnten sich 15 Anbieter über eine Auszeichnung freuen. Neun von ihnen erreichen die Bestnote „sehr gut“, weitere sechs werden mit „gut“ bewertet.

Auffällig ist die Zusammensetzung des Feldes: Neben großen, im Kfz-Markt breit aufgestellten Versicherern wie Allianz oder HUK-Coburg finden sich zahlreiche spezialisierte Anbieter, die sich gezielt auf das Geschäft mit klassischen Fahrzeugen konzentrieren. Gerade Unternehmen wie OCC Assekuradeur, BELMOT oder CARISMA stehen exemplarisch für diese Spezialisierung – und zeigen, dass im Segment der Old- und Youngtimer nicht allein Größe, sondern auch Expertise und Zielgruppenfokus eine zentrale Rolle für die wahrgenommene Fairness spielen.

Die ausgezeichneten Anbieter im Überblick (alphabetisch geordnet):

  • ADAC Versicherungen (sehr gut)
  • Allianz (sehr gut)
  • Herzenssache (sehr gut)
  • HISCOX (sehr gut)
  • HUK24 (sehr gut)
  • HUK-COBURG (sehr gut)
  • LVM Versicherung (sehr gut)
  • OCC Assekuradeur (sehr gut)
  • Württembergische (sehr gut)
  • BELMOT (gut)
  • CARISMA (gut)
  • CosmosDirekt (gut)
  • Generali (gut)
  • WGV (gut)
  • ZURICH (gut)

Hintergrund

Die Untersuchung „Kundenurteil: Fairness von Youngtimer- & Oldtimerversicherern 2026“ wurde von der ServiceValue GmbH in Kooperation mit FOCUS MONEY durchgeführt. Grundlage ist eine Online-Befragung aus Februar und März 2026, in die 2.174 Kundenurteile von 1.931 Befragten zu 26 Versicherern eingeflossen sind.

Die Bewertung basiert auf mehreren Service- und Leistungsmerkmalen, die fünf zentralen Dimensionen zugeordnet sind, darunter Produktangebot, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenbetreuung und Schadenregulierung. Aus den Einzelbewertungen wird ein Gesamturteil zur wahrgenommenen Fairness gebildet.

Die vollständige Benchmarkstudie umfasst neben den Gesamtergebnissen auch umfangreiche Detailauswertungen zu einzelnen Leistungsmerkmalen sowie Wettbewerbsvergleiche und Anbieterprofile. Sie kann über ServiceValue bezogen werden und ist kostenpflichtig erhältlich. Weitere Informationen zur Methodik sowie ein Studiensteckbrief sind auf der Website von ServiceValue verfügbar.