Die ERGO Krankenversicherung ist der zweitgrößte Anbieter in der Krankenkostenteilversicherung und erreicht hier im Jahr 2024 gebuchte Bruttoprämien von 693,90 Mio. Euro. Die Zusatzversicherung trägt damit außergewöhnlich hohe 92 Prozent zu den gesamten gebuchten Bruttoprämien der ERGO Krankenversicherung bei und prägt das Geschäftsmodell in nahezu vollständigem Umfang. Insgesamt sind 1.919.689 Personen in diesem Segment versichert, womit die ERGO nach Versichertenzahl Rang drei belegt.
Gegenüber dem Jahr 2019 entspricht dies einem sehr dynamischen Wachstum: Damals lagen die gebuchten Prämien noch bei 505,80 Mio. Euro, was bis 2024 einem Anstieg um 37,2 Prozent entspricht. Parallel erhöhte sich die Zahl der versicherten Personen von 1.593.183 auf 1.919.689, ein Plus von 20,5 Prozent. Auf Basis der Kennzahlen für 2024 ergibt sich eine durchschnittliche Prämie von rund 361 Euro je versicherter Person und Jahr.
Sonderstellung als reiner Zusatzversicherer innerhalb der ERGO-Gruppe
Im Unterschied zu den meisten großen privaten Krankenversicherern weist die ERGO Krankenversicherung im Branchenmonitor keinen Bestand in der Krankenvollversicherung aus. Das Vollversicherungsgeschäft der ERGO-Gruppe wird vielmehr über die DKV getragen, während die ERGO Krankenversicherung als eigenständige Gesellschaft auf Ergänzungstarife zur gesetzlichen Krankenversicherung fokussiert ist. Entsprechend wird das Beitragsprofil nahezu vollständig von der Krankenkostenteilversicherung bestimmt – ein klarer Sonderfall im Kreis der großen Anbieter.
Über alle sieben im Branchenmonitor ausgewiesenen Krankenversicherungszweige hinweg erreicht die ERGO Krankenversicherung 1.968.560 versicherte Personen (Rang sieben am PKV-Markt) und gebuchte Bruttoprämien von 752,39 Mio. Euro (Rang zwanzig). Die vergleichsweise niedrigere Platzierung beim Beitragsvolumen trotz hoher Versichertenzahl spiegelt die Spezialisierung auf Zusatzversicherungen wider, die eine breite Versichertenbasis erreichen, jedoch strukturell geringere Durchschnittsprämien aufweisen als vollversicherungsgeprägte Geschäftsmodelle.