Das Analyse-Haus „MORGEN & MORGEN“ hat für eine aktuelle Studie Pflegerententarife untersucht. 24 Pflegerententarife erhielten dabei eine sehr gute Bewertung.
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Das unabhängige Analysehaus Morgen und Morgen hat am Mittwoch seine jährliche Studie zu Pflegerententarifen veröffentlicht, bei der den meisten Tarife ein sehr gu tes bis gutes Zeugnis ausgestellt bekamen. Damit erscheint die Untersuchung zu einem Zeitpunkt, da über eine Reform der Pflegefinanzierung rege diskutiert wird – A b 2013 soll die private Pflegevorsorge staatlich gefördert werden.
Die aktuelle Diskussion zum Thema Pflege kratzt nach Meinung der Experten dabei noch zu sehr an der Oberfläche. „Positiv zu bewerten ist jedoch die Aufmerksamkeit, die d as Thema Pflege aktuell genießt. Als Analysten zählen für uns aber die Fakten, die wir im Rahmen unserer Ratings erhalten“, sagt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer von < i>MORGEN & MORGEN.
Im aktuellen M&M Rating Pflegerente wurden 56 Tarife geprüft. Bewertet wurde dabei die Qualität der Leistungen laut Bedingungswerken. Preise spielten bei der Analyse keine Rolle. Insgesamt 39 Leistungsfragen lagen der Studie zugrunde, die Bewertungsskala reichte von 5 Sternen („Ausgezeichnet“) bis 1 Stern („Sehr schwach“). Die Leistung sfragen wurden entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet, sie sind entweder „voll erfüllt“ (entspricht 100 Prozent der Punkte) oder „nicht erfüllt“ (entspricht 0 Punkten).
24 Tarife bestanden die 39 Leistungsfragen mit der Bestbewertung von fünf Sternen, 17 Tarife erhielten vier Sterne, 11 Tarife erreichten noch drei Sterne, während vier T arife mit nur einem oder zwei Sternen abschnitten. Insgesamt gibt es zwar weniger fünf- Sterne Bewertungen als im Vorjahr, geschuldet ist dies jedoch einer neuen Anforderun g zur Erreichung der fünf Sterne im Rating: Die Leistung in allen drei Pflegestufen.
Die Tarife der Lebensversicherer und der Privaten Krankenversicherer werden im Rahmen der beiden M&M Ratings Pflegerente und Pflegetagegeld bewertet. Um perspektivis ch eine einheitliche Beurteilung der unterschiedlichen Lösungen für ein und dasselbe Absicherungsbedürfnis zu ermöglichen, wurden die Leistungsfragen für die Pflegerente mi t diesem Rating mit denen des Pflegetagegeldes gleichgezogen. Auch wenn die Benchmarks noch spartenindividuell tariert sind. „Das heißt, wir nähern uns einer echten Verglei chbarkeit beider Tariflandschaften an, die aktuell leistungsseitig die Pflegerententarife anführen“, erläutert Schinnenburg.
Die Pflegerententarife haben grundsätzliche Vorteile. Sie beziehen sich fast alle – im Gegensatz zu den Pflegetagegeldern – auf zwei Grundlagen als Leistungsvoraussetzun g: auf das SGB (Sozialgesetzbuch) sowie auf einen definierten ADL-Katalog (Activities of daily living). Hierbei gilt die für den Kunden vorteilhaftere Grundlage. Ein weiter er Punkt ist die Beitragsstabilität, die bei den Pflegerenten gegeben ist. Der vertraglich vereinbarte Beitrag ist ausschlaggebend. Es gibt im Gegensatz zu den Pflegetagege ldern keine unerwarteten Beitragsanpassungen.
Ein weiterer Vorteil der Pflegerententarife ist, dass in der Regel bei Demenz geleistet wird, auch wenn sonst keine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Die Höhe der Leistung l iegt in diesem Fall weit über der Leistung im Pflegetagegeld. Auch bei Verzug ins Ausland können sich die Lebensversicherer wesentlich kundenfreundlicher zeigen, als die Pr ivaten Krankenversicherer, bei denen das Fortbestehen des Vertrages oft an die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Pflegepflicht-Versicherung gekoppelt ist. Das alles hat na türlich seinen Preis. „So sind die Pflegerententarife zwar um einiges teurer als die Pflegetagegelder, bieten aber aktuell den besseren Schutz bei langfristig stabilen Beit rägen“, zieht Schinnenburg sein Fazit.
Ergebnis: Die Tarife mit top-Bewertungen: 5 Sterne erhielten:
4 Sterne erhielten:
3 Sterne erhielten:
2 Sterne erhielten:
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1 Stern erhielten: