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20.07.2015

KrankenkassePflegeversicherung - Viele pflegende Angehörige sind urlaubsreif

Pflege ist für viele ein Vollzeitjob: Doch die Krankenkasse bezahlt eine Vertretung. Pressefoto Techniker Krankenkasse

Pflegeversicherung: Wer Angehörige pflegt, braucht ab und zu selbst eine Auszeit. Krankenkassen übernehmen während der Zeit des Urlaubs die Kosten für eine Pflegevertretung.

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Laut einer Pflegestudie im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) sind zwei Drittel der pflegenden Angehörigen (65 Prozent) Tag für Tag im Einsatz. Das zehrt an den Kräften, zumal viele Angehörige berufstätig sind. Sieben von zehn Angehörigen (69 Prozent) geben deshalb in der Studie an, dass sie das Gefühl haben, ausspannen zu müssen (siehe Grafik).

Vollzeitjob Pflege: Zwei Drittel der Pflegenden sind täglich im Einsatz.

Von professionellen Pflegekräften oder Angehörigen vertreten lassen

Die Pflegeversicherung bietet Hilfe: Pro Kalenderjahr können sich Angehörige bei der Pflege bis zu sechs Wochen vertreten lassen, zum Beispiel von professionellen Pflegekräften, Verwandten oder Freunden. Während des verdienten Urlaubs übernimmt die Pflegeversicherung bis zu 1.612 Euro der Kosten für die sogenannte Ersatzpflege, und das unabhängig von der Pflegestufe. Es ist auch möglich, das Angebot einer Kurzzeitpflege zu nutzen. Hier übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten bis zu 1.612 Euro für maximal acht Wochen pro Jahr.

Flexible Nutzung von Ersatz- und Kurzzeitpflege seit Januar 2015 möglich

Seit Jahresbeginn können Angehörige die Leistungen für Ersatzpflege und Kurzeitpflege flexibel kombinieren. Wer 100 Prozent Anspruch auf Ersatzpflege hat, kann diese jetzt auch für eine Kurzzeitpflege nutzen und umgekehrt.

Wolfgang Flemming, Fachbereichsleiter und Pflegeexperte bei der TK, erklärt: "Davon profitieren vor allem diejenigen, die ihren Anspruch auf Kurzzeitpflege bisher nie nutzen konnten, weil ein Betreuungsplatz in einer geeigneten Einrichtung in der Nähe fehlt. "Zudem organisieren viele pflegende Angehörige die Betreuung in den eigenen vier Wänden, gerade weil ihr Angehöriger in der gewohnten Umgebung bleiben möchte. Insbesondere bei einer Demenzerkrankung, können sich ein Ortswechsel und ein anderer Tagesablauf ungünstig auswirken."

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Pflegestudie von Forsa

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte im Juli und August 2014 mit 1.007 Angehörigen ein persönliches Interview durch. Die Ergebnisse der Studie "Pflegen: Belastung und sozialer Zusammenhalt. Eine Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen" sind in der Reihe WINEG Wissen erschienen. Die Studie steht auf www.tk.de unter dem Webcode 700088 zum Download bereit.

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