Nachdem die Zahl der Fünf-Sterne-Tarife im Vorjahr deutlich gestiegen war, zeigt sich das Bild 2026 weitgehend unverändert. Insgesamt wurden erneut 537 Tarife mit der Höchstbewertung ausgezeichnet. Manche Anbieter können sogar mit teilweise deutlich über 20 Fünf-Sterne-Tarifen glänzen. Hier alle Tarife mit Bestbewertung aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Die Ergebnisse können auf der Webseite des Ratinghauses eingesehen werden. Die Zahl der mit vier Sternen bewerteten Tarife stieg leicht von 24 auf 26. Unverändert blieben dagegen die 71 durchschnittlich bewerteten Drei-Sterne-Tarife. Wie bereits im Vorjahr erhielt kein Tarif mehr zwei Sterne.
„Im Leistungsfall sind Kunden bei Anbietern gut aufgehoben, die über große Erfahrung in der Bestandsführung und hohe Professionalität in der Leistungsprüfung verfügen“, erklärt Portugall. Gleichzeitig zeige sich auch bei den Unternehmensratings ein insgesamt hohes Niveau, wenngleich die Beitragsstabilität im Vergleich zu den übrigen Teilratings etwas schwächer abschneide.
Besonders deutlich fällt die Entwicklung am unteren Ende der Bewertungsskala aus. Während im Vorjahr noch sieben Tarife mit nur einem Stern bewertet wurden, sind es im aktuellen Rating lediglich zwei. Laut Morgen & Morgen ist diese Entwicklung vor allem auf marktweite Standardisierungen und Vereinheitlichungen zurückzuführen, die insbesondere schwächere Tarife verbessert haben. Im Spitzensegment seien dadurch hingegen kaum zusätzliche Effekte entstanden.
Insgesamt entfallen damit nur noch zwei der 636 untersuchten Tarifvarianten auf die Kategorie „sehr schwach“. Tarife mit einer Zwei-Sterne-Bewertung („schwach“) gibt es wie bereits im Vorjahr nicht mehr. Diese Tarife wurden als "sehr schwach" eingestuft:
- InterRisk: BU S-M.A.R.T.
- Mecklenburgische: bAV-BUZ
Auch die Auswertung der Unternehmensratings zeigt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Teilbereichen. Am besten schneiden die Versicherer bei den BU-Antragsfragen ab. Hier erhalten 57 der 59 bewerteten Gesellschaften die Höchstwertung von fünf Sternen. Die beiden übrigen Anbieter werden mit drei Sternen bewertet. Vier- oder schlechter bewertete Unternehmen gibt es in diesem Teilrating nicht.
Ebenfalls auf einem hohen Niveau bewegt sich die BU-Kompetenz der Versicherer. Hier vergeben die Analysten 35-mal fünf Sterne und 17-mal vier Sterne. Zwei Unternehmen erreichen drei Sterne, jeweils ein Anbieter wird mit zwei beziehungsweise einem Stern bewertet.
Etwas differenzierter fällt das Bild bei der BU-Beitragsstabilität aus. Zwar erhalten auch hier die meisten Anbieter gute Bewertungen, allerdings vergeben die Analysten lediglich 17-mal fünf Sterne. Weitere 37 Gesellschaften erreichen vier Sterne, drei Versicherer erhalten drei Sterne und zwei Unternehmen müssen sich mit zwei Sternen begnügen. Eine Ein-Stern-Bewertung wurde in diesem Teilrating nicht vergeben.
Passend dazu verweist Morgen & Morgen darauf, dass insbesondere die Beitragsstabilität im Vergleich zu den übrigen Teilratings etwas schwächer ausfällt. Dennoch liege auch hier der überwiegende Teil der bewerteten Gesellschaften im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich. „Im Leistungsfall sind Kunden bei Anbietern gut aufgehoben, die über große Erfahrung in der Bestandsführung und hohe Professionalität in der Leistungsprüfung verfügen“, sagt Iris Portugall.