Maklerhäuser: Deutschlands „begehrteste Arbeitgeber“ 2026

Quelle: DALL-E

Welche Maklerhäuser gelten als besonders attraktive Arbeitgeber? Antworten liefert die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber 2026“ des F.A.Z.-Instituts und von ServiceValue. Versicherungsbote stellt die ausgezeichneten Unternehmen in einer Bildstrecke vor.

Hintergrund: Maklerhäuser nehmen im Versicherungsmarkt eine besondere Stellung ein. Sie stehen als unabhängige Vermittler auf der Seite ihrer Kunden und bilden die Schnittstelle zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmern. Ihre Aufgabe besteht darin, Risiken zu analysieren, geeignete Versicherungslösungen auszuwählen und ihre Kunden häufig über viele Jahre hinweg zu begleiten. Die Geschäftsmodelle reichen dabei von international tätigen Industrieversicherungsmaklern über spezialisierte Gewerbemakler bis hin zu Assekuradeuren, die gemeinsam mit Versicherern eigene Deckungskonzepte entwickeln.

Gerade weil das Geschäft in hohem Maße von Beratung, Fachwissen und langfristigen Kundenbeziehungen lebt, sind qualifizierte Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die Attraktivität als Arbeitgeber gewinnt deshalb auch für Maklerhäuser zunehmend an Bedeutung. Die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber 2026“ untersucht, welche Unternehmen in diesem Bereich besonders positiv wahrgenommen werden.

Was wurde untersucht?

Die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber 2026“ ist Teil einer branchenübergreifenden Untersuchung des F.A.Z.-Instituts und von ServiceValue, in der Unternehmen aus 169 Branchen analysiert werden. Die hier vorgestellten Maklerhäuser bilden eine Teilauswertung innerhalb dieses Gesamtvergleichs.

Grundlage ist ein zweijähriges Webmonitoring im Zeitraum vom 1. Juni 2024 bis zum 31. Mai 2026. Dafür wurden mehrere hundert Millionen öffentlich zugängliche deutschsprachige Online-Quellen ausgewertet, darunter Nachrichtenportale, redaktionelle Webseiten, Pressemitteilungen, Blogs, Foren und soziale Netzwerke. Inhalte hinter Bezahlschranken oder geschützten Bereichen blieben unberücksichtigt.

Die Datenerhebung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst erfasst der technische Partner pressrelations die relevanten Inhalte. Anschließend analysiert der Technologiepartner Skaylink die Textdaten mithilfe künstlicher Intelligenz. Ergänzend konnten die Unternehmen einen strukturierten Online-Fragebogen ausfüllen und Angaben unter anderem zu Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsbedingungen, Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten, Familienfreundlichkeit und Zusatzleistungen machen. Die Ergebnisse des Webmonitorings und – sofern vorhanden – die Angaben aus dem Fragebogen flossen in die Gesamtbewertung ein.

Wie wurde gewertet?

Die Bewertung basiert auf fünf Themenfeldern. Mit 50 Prozent fließt die Arbeitgeber-Performance am stärksten in das Gesamtergebnis ein. Die wirtschaftliche Performance wird mit 20 Prozent gewichtet, die Themenfelder Management-Performance, Produkt- & Service-Performance sowie Familienfreundlichkeit gehen jeweils mit zehn Prozent ein.

Aus den Tonalitäts- und Reichweitenwerten des Webmonitorings sowie den Angaben aus dem Unternehmensfragebogen wird ein branchenspezifisch normierter Gesamtpunktwert auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten berechnet. Der jeweils bestplatzierte Anbieter einer Branche erhält 100 Punkte und dient als Referenzwert für alle weiteren Unternehmen. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die innerhalb ihrer Branche überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.

Was die Studie zeigen kann – und was nicht

Zu den Stärken der Studie gehört, dass sie die Arbeitgeberattraktivität nicht auf einzelne Aspekte reduziert. Stattdessen fließen die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens sowie – sofern vorhanden – Angaben aus einem strukturierten Unternehmensfragebogen in die Bewertung ein. Dadurch entsteht ein breites Bild der Arbeitgeberreputation.

Gleichzeitig bleiben methodische Grenzen zu beachten. Gerade Maklerhäuser sind häufig in Geschäftsfeldern tätig, die sich einer öffentlichen Wahrnehmung weitgehend entziehen. Dies gilt insbesondere für Industrieversicherungsmakler, die komplexe Risiken internationaler Unternehmen betreuen. Solche Beratungs- und Betreuungsleistungen erfolgen meist im direkten Austausch mit den Kunden und werden nur selten öffentlich diskutiert.

Hinzu kommt, dass viele Maklerhäuser ihre Leistungen überwiegend im B2B-Geschäft oder über langfristige persönliche Kundenbeziehungen erbringen. Auch die Zusammenarbeit mit Versicherern, Vertriebspartnern und Gewerbekunden findet häufig außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung statt. Die Studie misst daher nicht die tatsächliche Qualität der Beratung oder die Attraktivität eines Arbeitgebers im objektiven Sinne, sondern erfasst, wie Unternehmen als Arbeitgeber öffentlich wahrgenommen werden. Damit zeigt die Untersuchung vor allem, welche Maklerhäuser im digitalen Raum eine besonders positive Arbeitgeberreputation besitzen. Weitere Ergebnisse sowie ein Studiensteckbrief sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.