Welche Finanzvertriebe gelten aus Sicht der Anleger als besonders empfehlenswert? Dieser Frage geht die Studie „Investment-Tipp 2026“ von ServiceValue und FOCUS MONEY nach. Versicherungsbote stellt die ausgezeichneten Anbieter in einer Bildstrecke vor.
Hintergrund: Finanzvertriebe begleiten viele Menschen über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg. Sie vermitteln Geldanlagen, Versicherungen, Finanzierungen und Vorsorgelösungen und versprechen dabei eine ganzheitliche Beratung aus einer Hand. Gerade bei Kapitalanlagen spielen Vertrauen und eine langfristige Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Umso interessanter ist die Frage, welche Finanzvertriebe Anleger selbst für besonders empfehlenswert halten.
Antworten darauf liefert die Studie „Investment-Tipp 2026“, die ServiceValue gemeinsam mit FOCUS MONEY durchgeführt hat. Anders als klassische Produkt- oder Beratungstests bewertet sie nicht einzelne Finanzlösungen, sondern die Empfehlungswürdigkeit der Anbieter aus Sicht der befragten Anleger. Versicherungsbote stellt die bestplatzierten Finanzvertriebe in einer neuen Bildstrecke vor.
Was wurde untersucht?
Grundlage der Studie ist eine eigeninitiierte und unabhängig von den bewerteten Unternehmen durchgeführte Befragung über ein Online-Access-Panel. Die hier betrachtete Kategorie „Finanzvertriebe“ ist Teil einer branchenübergreifenden Erhebung, für die zwischen Mai und Juni 2026 insgesamt 33.169 Anlegerurteile zu 352 Unternehmen und Anbietern aus 18 Bereichen der Finanzdienstleistung erhoben wurden. Befragt wurden Anlegerinnen und Anleger, die nach eigener Angabe in den vergangenen drei Jahren eigenes Kapital in bestimmte Anlageformen investiert hatten.
Die Teilnehmer erhielten vorgegebene Anbieterlisten aus unterschiedlichen Kategorien – darunter auch Finanzvertriebe. Die Frage lautete wörtlich:
„Welche der folgenden Anbieter aus den unterschiedlichsten Kategorien würden Sie anderen Anlegern aus eigener Erfahrung oder aus eigener Einschätzung empfehlen?“
Die Antworten wurden auf einer vierstufigen Skala abgegeben:
- „sehr empfehlenswert“ (1)
- „empfehlenswert“ (2)
- „weniger empfehlenswert“ (3)
- „nicht empfehlenswert“ (4)
Zusätzlich stand die Auswahl „kann ich nicht beurteilen“ zur Verfügung. Für jedes Unternehmen wurde anschließend aus allen verwertbaren Bewertungen ein ungewichteter Mittelwert gebildet. Je niedriger dieser Wert ausfiel, desto stärker war die Empfehlung aus Sicht der Befragten.
Welche Unternehmen wurden ausgezeichnet?
Die Auszeichnungen wurden innerhalb der jeweiligen Kategorie vergeben. Zunächst wurde für alle bewerteten Anbieter der durchschnittliche Empfehlungswert ermittelt. Unternehmen, deren Mittelwert besser ausfiel als der Durchschnitt aller Anbieter der Kategorie, erhielten die Auszeichnung „Hohe Empfehlung“. Anbieter, die zusätzlich den Durchschnitt dieser bereits überdurchschnittlich bewerteten Gruppe übertrafen, wurden mit dem Prädikat „Sehr hohe Empfehlung“ ausgezeichnet. Je niedriger der Mittelwert eines Unternehmens ausfiel, desto stärker war die Empfehlung durch die befragten Anleger.
Was die Studie zeigen kann – und was nicht
Die Ergebnisse zeigen, welche Finanzvertriebe aus Sicht der befragten Anleger als besonders empfehlenswert gelten. Erfasst wird damit die Empfehlungswürdigkeit der Anbieter aus der Perspektive von Personen, die nach eigener Angabe über Erfahrungen mit Kapitalanlagen verfügen.
Dennoch sind wichtige Einschränkungen zu beachten. So fragt die Studie ausdrücklich nach einer Empfehlung „aus eigener Erfahrung oder aus eigener Einschätzung“. Die Methodik setzt damit keine Kundenbeziehung zum jeweils bewerteten Finanzvertrieb voraus. Berücksichtigt werden konnten vielmehr auch Einschätzungen von Anlegern, die sich ohne eigene Beratungs- oder Produkterfahrung ein Urteil über die Empfehlungswürdigkeit eines Unternehmens zutrauten.
Hinzu kommt, dass Finanzvertriebe in der Regel keine einzelnen Produkte vermitteln, sondern individuelle Finanzkonzepte aus unterschiedlichen Versicherungs-, Vorsorge-, Anlage- und Finanzierungslösungen zusammenstellen. Die Bewertung bezieht sich damit häufig nicht auf ein einzelnes Produkt, sondern auf ein komplexes Gesamtpaket, dessen Erfolg sich vielfach erst über einen längeren Zeitraum beurteilen lässt.
Ob die Produktauswahl tatsächlich bedarfsgerecht war, die einzelnen Bausteine sinnvoll aufeinander abgestimmt wurden oder die Beratung langfristig zu den finanziellen Zielen des Kunden passt, lässt sich aus einer Empfehlungsbefragung nicht erkennen. Ebenso wenig erlaubt die Studie einen objektiven Vergleich der Beratungsqualität verschiedener Finanzvertriebe, da die zugrunde liegenden Kundensituationen, Anlageziele und empfohlenen Lösungen erheblich voneinander abweichen können. Die Untersuchung misst daher nicht die objektive Qualität der Beratung oder der vermittelten Finanzlösungen, sondern vor allem die Reputation und Empfehlungswürdigkeit der Finanzvertriebe aus Sicht der befragten Anleger. Weitere Ergebnisse der Studie sowie ein Studiensteckbrief sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.