Die Allianz ist 2025 der größte Anbieter von index- und fondsgebundenen Lebensversicherungen in Deutschland. Mit 4,29 Mrd. Euro verdienten Bruttoprämien erreicht der Konzern einen Marktanteil von 14,51 Prozent und verdrängt die Generali Deutschland erstmals von der Spitzenposition unter den Einzelgesellschaften. Gegenüber dem Vorjahr wuchs das Beitragsvolumen in dieser Produktgruppe um 17,7 Prozent.
Marktführer im Segment – breit aufgestellter Lebensversicherer insgesamt
Trotz ihrer Spitzenstellung im Geschäft mit index- und fondsgebundenen Lebensversicherungen prägen diese Produkte das Geschäftsmodell der Allianz deutlich weniger als bei vielen Wettbewerbern. Insgesamt erzielte die Allianz Lebensversicherung 2025 26,41 Mrd. Euro verdiente Bruttoprämien. Auf index- und fondsgebundene Lebensversicherungen entfallen davon 16,2 Prozent. Der Portfolioanteil liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 31,1 Prozent.
Der Spitzenplatz der Allianz beruht damit vor allem auf der Größe ihres Lebensversicherungsgeschäfts insgesamt. Während Anbieter wie die Zurich Deutscher Herold oder die Generali Deutschland einen deutlich höheren Anteil ihrer Prämien mit index- und fondsgebundenen Produkten erzielen, verteilt sich das Beitragsvolumen der Allianz auf ein wesentlich breiteres Produktportfolio. Gerade diese Größenordnung genügt jedoch, um im Jahr 2025 erstmals auch die Marktführerschaft in diesem Segment zu übernehmen.
Hintergrund
Grundlage der Analyse ist der MAP-Report 944 von Franke und Bornberg. Die Ausgabe „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“ umfasst Analysen und Kennzahlen zur Lebensversicherung, Privaten Krankenversicherung sowie zur Schaden- und Unfallversicherung (Komposit). Für den vorliegenden Marktvergleich weist der Report die verdienten Bruttoprämien der Lebensversicherer im Geschäft mit index- und fondsgebundenen Lebensversicherungen gesondert aus und ermöglicht dadurch einen Vergleich der Marktführer in diesem Segment. In einem weiteren Text wurden bereits die Marktführer auf den Rängen 14 bis acht analysiert. Der MAP-Report kann kostenpflichtig über die Webseite von Franke und Bornberg bezogen werden.