Versicherungslücken bei Ferienwohnungen

Ferienimmobilien gelten als attraktive Kapitalanlage. Doch Schäden durch Gäste werden für viele Eigentümer zur Kostenfalle. Mehr als zwei Drittel der Vermieter zahlen Schäden häufig selbst. Oft fehlt schlicht der passende Versicherungsschutz.

Ferienhäuser und Ferienwohnungen gelten für viele Eigentümer als lukrative Geldanlage. Doch wenn Gäste Schäden verursachen, wird es häufig teuer. Laut der Hiscox Ferienimmobilienumfrage 2025 zahlen 68 Prozent der gewerblichen Ferienimmobilienbesitzer Schäden durch Mieter überwiegend aus eigener Tasche.

Die Gründe dafür sind vielfältig. In 38 Prozent der Fälle fehlte entweder ein passender Versicherungsschutz oder die bestehende Police übernahm den Schaden nicht. Weitere 30 Prozent der Eigentümer begleichen kleinere Schäden bewusst selbst, weil ihnen die Schadenabwicklung mit dem Versicherer zu aufwendig erscheint.

Die Studie zeigt zudem, dass Schäden durch Feriengäste inzwischen zu den größten Risiken für Vermieter zählen. 44 Prozent aller gemeldeten Schäden gehen auf Mieter zurück. Damit treten Gästeschäden häufiger auf als Einbruchsschäden oder Schäden durch Unwetter, die jeweils auf 33 Prozent kommen.

Dabei handelt es sich laut Umfrage meist nicht um mutwillige Zerstörung. In mehr als der Hälfte der Fälle (52 Prozent) entstehen die Schäden durch einfache Unachtsamkeit der Gäste.

Nach Einschätzung von Hiscox unterschätzen viele Eigentümer das Risiko der gewerblichen Vermietung. „Wer seine Ferienimmobilie gewerblich vermietet, trägt unternehmerisches Risiko und braucht dafür mehr als eine klassische Wohngebäude- oder Hausratversicherung“, sagt Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients, Property & Events bei Hiscox Deutschland.

Gerade hochwertige Ausstattung oder häufig wechselnde Gäste würden besondere Anforderungen an den Versicherungsschutz stellen. „Ein spezialisierter Versicherungsschutz für Ferienimmobilien setzt genau hier an: Er berücksichtigt die gewerbliche Vermietung, schützt gezielt Gebäude und hochwertiges Inventar, schließt typische Lücken bei Gästeschäden und bearbeitet Schadenfälle unkompliziert“, erklärt Sucker weiter. „So bleibt die Ferienimmobilie das, was sie sein soll – eine verlässliche Wertanlage und keine permanente Kostenfalle.“