Die LVM steigert ihren Haftpflichtbestand 2024 um 30.953 Verträge beziehungsweise 1,9 Prozent auf 1.685.160 Policen, nach 1.654.207 im Vorjahr. Damit erreicht die Gesellschaft Rang 7 nach Bestandsgröße und gehört weiterhin zu den größten Anbietern im Markt. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein kontinuierlicher Ausbau: Gegenüber 2019 mit 1.492.357 Verträgen entspricht dies einem Plus von 192.803 Policen beziehungsweise rund 12,9 Prozent.
Wirtschaftlich liegt die Position leicht unterhalb der Bestandsgröße. Mit 286,39 Millionen Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 3,21 Prozent und Rang 11 nach Prämien ergibt sich eine Differenz von vier Plätzen. Das Beitragsvolumen je Vertrag fällt damit etwas unterdurchschnittlich aus.
Prämienprofil: mittleres Segment
Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt moderat von 161,04 Euro im Jahr 2019 über 166,82 Euro im Jahr 2023 auf 169,95 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im mittleren Bereich: 20 Anbieter verlangen höhere Prämien, 28 sind günstiger. Das Preisniveau bewegt sich damit nahe am Marktdurchschnitt und zeigt eine stabile Entwicklung.
Schadenentwicklung: leicht erhöhtes Niveau
Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 56,73 Euro im Jahr 2019 über 72,14 Euro im Jahr 2023 auf 74,66 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich Rang 30: 29 Anbieter weisen geringere Schadenaufwendungen auf, 19 höhere. Die Schadenbelastung liegt damit leicht oberhalb des Marktdurchschnitts, ohne zu den besonders belasteten Segmenten zu gehören.
Einordnung: Wachstum aus stabiler Bestandsbasis und Vertriebskraft
Die Kombination aus mittlerem Preisniveau und leicht erhöhten Schadenaufwendungen ergibt ein insgesamt ausgeglichenes Verhältnis von Beitrag und Risiko. Weder auf der Preis- noch auf der Schadenseite zeigen sich extreme Ausschläge.
Der Bestandszuwachs fügt sich in dieses Bild ein. Die LVM profitiert dabei von ihrer stark ausgeprägten Ausschließlichkeitsorganisation mit enger regionaler Verankerung und langfristigen Kundenbeziehungen. Wachstum entsteht unter diesen Bedingungen weniger aus kurzfristigen Impulsen als aus kontinuierlicher Bestandspflege und einer hohen Marktdurchdringung im eigenen Kundenstamm.