Haftpflicht: Die größten Bestandsgewinne

Quelle: DALL-E

Der Haftpflichtbestand der Württembergischen wächst 2024 um 28.480 Verträge beziehungsweise 2,0 Prozent auf 1.443.537 Policen, nach 1.415.057 im Vorjahr. Damit erreicht die Gesellschaft Rang 14 nach Bestandsgröße. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein klarer Ausbau: Gegenüber 2019 mit 1.242.093 Verträgen entspricht dies einem Plus von 201.444 Policen beziehungsweise rund 16,2 Prozent.

Wirtschaftlich gehört die Württembergische zur erweiterten Spitzengruppe. Mit 293,61 Millionen Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 3,29 Prozent und Rang 10 nach Prämien liegt sie vier Plätze vor ihrer Position nach Vertragsbestand. Das Beitragsvolumen je Vertrag fällt damit überdurchschnittlich aus.

Prämienprofil: oberes Mittelfeld

Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt kontinuierlich von 177,97 Euro im Jahr 2019 über 200,21 Euro im Jahr 2023 auf 203,40 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine Position im oberen Mittelfeld: 15 Anbieter verlangen höhere Prämien, 34 sind günstiger. Die Württembergische bewegt sich damit klar oberhalb der breiten Marktsegmente, ohne in das Hochpreissegment vorzustoßen.

Schadenentwicklung: stabiles Niveau ohne größere Ausschläge

Die Schadenaufwendungen je Vertrag entwickeln sich vergleichsweise stabil. Nach 60,86 Euro im Jahr 2019 und 60,33 Euro im Jahr 2023 steigen sie 2024 leicht auf 64,97 Euro. Im Marktvergleich ergibt sich eine ausgeglichene Position: 26 Anbieter weisen niedrigere Schadenaufwendungen auf, 23 höhere. Die Schadenbelastung liegt damit im mittleren Bereich des Marktes.

Einordnung: ausgewogene Positionierung mit kontinuierlichem Ausbau

Die Kombination aus überdurchschnittlichen Prämien und gleichzeitig stabilen Schadenaufwendungen ergibt ein konsistentes Verhältnis von Beitrag und Risiko im oberen Mittelfeld. Das Geschäftsmodell ist weder auf extreme Preisführerschaft noch auf spezialisierte Hochrisikosegmente ausgerichtet. In einem weitgehend gesättigten Markt gelingt Wachstum hier nicht über Extrempositionen, sondern über eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Bestands bei stabiler Preis- und Risikostruktur.