Der Haftpflichtbestand der DEVK VVaG sinkt 2024 um 10.403 Verträge beziehungsweise 2,0 Prozent auf 509.067 Policen, nach 519.470 im Vorjahr. Damit liegt die Gesellschaft auf Rang 25 nach Bestandsgröße im Mittelfeld. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein Rückgang: Gegenüber 2019 mit 555.688 Verträgen entspricht dies einem Minus von 46.621 Policen beziehungsweise rund 8,4 Prozent.
Wirtschaftlich ordnet sich die DEVK VVaG unterhalb ihrer Bestandsposition ein. Mit 30,94 Millionen Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 0,35 Prozent und Rang 35 nach Prämien liegt sie zehn Plätze hinter ihrer Position nach Vertragsbestand. Das Beitragsvolumen je Vertrag fällt damit vergleichsweise niedrig aus und korrespondiert mit dem insgesamt niedrigen Prämienniveau.
Prämienprofil: klar im Niedrigpreissegment
Die Durchschnittsprämie je Vertrag liegt 2024 bei 60,78 Euro und damit nahezu unverändert auf dem Niveau der Vorjahre (2023: 60,60 Euro; 2019: 60,51 Euro). Im Marktvergleich ergibt sich ein hinterer Rang: 42 Anbieter verlangen höhere Prämien, nur sieben sind günstiger. Die DEVK VVaG gehört damit eindeutig zum Niedrigpreissegment der Haftpflichtversicherung.
Schadenentwicklung: vergleichsweise günstige Risikostruktur
Auf der Schadenseite zeigt sich ein günstiges Bild. Die Schadenaufwendungen je Vertrag liegen 2024 bei 25,24 Euro, nach 26,46 Euro im Vorjahr und 21,72 Euro im Jahr 2019. Im Marktvergleich entspricht dies den siebtniedrigsten Schadenaufwendungen – nur sechs Anbieter weisen geringere Werte auf.
Einordnung: stabile Kostenbasis, aber begrenzte Ertragsdynamik
Die Kombination aus niedrigen Prämien und niedrigen Schadenaufwendungen sorgt für eine stabile Kostenstruktur. Gleichzeitig begrenzt die geringe Prämienbasis die wirtschaftliche Dynamik: Wachstum und Wertschöpfung lassen sich in diesem Segment nur eingeschränkt steigern. Der Bestandsrückgang erklärt sich u.a. durch die Positionierung in einem stark preisgetriebenen Marktumfeld.