BU-Stabilitätsrating: Nur wenige Anbieter überzeugen – Transparenz bleibt Schwachpunkt

Quelle: DALL-E

Im aktuellen Stabilitätsrating erreichen fünf Versicherer die höchste Bewertungskategorie – und setzen sich damit klar vom übrigen Markt ab. Die Nürnberger, HDI und Ergo Vorsorge sichern sich die Bestnote „FFF+“ und stehen damit an der Spitze des Wettbewerbs. Stuttgarter und Generali folgen dicht dahinter und erhalten die Bewertung „FFF“.

Auch in der zweithöchsten Kategorie „mmm+“ zeigt sich ein enges Rennen – ab hier sind die Prozentwerte ausgewiesen, die auch eine Rangfolge ermöglichen. Die Continentale führt diese Gruppe mit 85,5 Prozent an und setzt sich damit knapp an die Spitze des Verfolgerfeldes. Dahinter folgen die LV 1871 mit 83,4 Prozent sowie die Allianz mit 82,2 Prozent. Ebenfalls stark positioniert sind HUK-Coburg (81,4 Prozent) und die Debeka (80,9 Prozent), die das Feld der „hervorragenden“ Anbieter komplettieren.

Die breite Mitte: Hohe Leistungsdichte im Bereich „mmm“

Im Bereich „mmm“ verdichtet sich das Bild weiter. Insgesamt 15 Versicherer erreichen diese Bewertung und zeigen damit eine insgesamt sehr gute Stabilität mit nur kleineren Schwächen. An der Spitze dieser Gruppe liegen die DEVK Eisenbahn, Europa und InterRisk, die jeweils 79,9 Prozent erzielen und damit nur knapp unterhalb der nächsthöheren Bewertung bleiben. Dahinter folgen Cosmos und die Bayern-Versicherung mit jeweils 79,8 Prozent, die ebenfalls nur minimal hinter der Spitze dieser Kategorie zurückbleiben.

Darunter folgen 13 Versicherer mit der Note „mm“. Sie erfüllen die grundlegenden Anforderungen an Stabilität, weisen jedoch bereits deutlichere Schwächen in einzelnen Bereichen auf – etwa in der Kalkulation, der Bestandsentwicklung oder bei einzelnen Finanzkennzahlen.

Damit zeigt sich eine klare Struktur im Markt: Der Großteil der Anbieter bewegt sich im Bereich „sehr gut“ oder „gut“, während nur wenige Versicherer den Sprung in die Spitzengruppe schaffen.

Transparenz bleibt Schwachpunkt: Zahlreiche Anbieter ohne Bewertung

Auffällig ist zudem, dass im aktuellen Rating keine Bewertungen unterhalb von „mm“ (gut) vergeben wurden. Stattdessen zeigt sich ein anderes Problem deutlich: Insgesamt 15 Versicherer erhalten die Einstufung „ohne Wertung“ (o.W.). Dies deutet weniger auf eine schwache wirtschaftliche Lage hin, sondern vielmehr auf erhebliche Transparenzdefizite – denn für diese Anbieter lagen nicht ausreichend Daten für eine fundierte Bewertung vor.

  • Inter: 49,3 % (o.W.)
  • Öffentliche Braunschweig: 43,9 % (o.W.)
  • SV: 43,8 % (o.W.)
  • ÖSA: 43,6 % (o.W.)
  • VGH: 38,9 % (o.W.)
  • WWK: 38,4 % (o.W.)
  • LVM: 36,6 % (o.W.)
  • Ideal: 33,2 % (o.W.)
  • Itzehoer: 33,1 % (o.W.)
  • Deutsche: 32,8 % (o.W.)
  • HDI Vorsorge: 30,2 % (o.W.)
  • Mecklenburgische: 30,1 % (o.W.)
  • SV Sachsen: 29,6 % (o.W.)
  • Credit Life: 28,5 % (o.W.)
  • Öffentliche Oldenburg: 17,4 % (o.W.)

Hintergrund

Soeben erschienen ist der neue MAP-Report mit der Nummer 943 aus dem Hause Franke und Bornberg. Unter dem Titel „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“ analysiert die aktuelle Ausgabe die wirtschaftliche Tragfähigkeit der BU-Anbieter und ordnet deren Stabilität im Marktvergleich ein.

Neben den Ratingergebnissen enthält der Report eine Vielzahl an Kennzahlen, Detailauswertungen und Beispielrechnungen zu Beiträgen und Kalkulation – darunter Analysen zu Brutto- und Nettoprämien, zur Beitragsentwicklung sowie zu zentralen Risikofaktoren in der Tarifgestaltung. Der MAP-Report kann kostenpflichtig über die Webseite von Franke und Bornberg bezogen werden.