Wohngebäudeversicherung: Leitungswasserschäden nehmen zu

Quelle: ChatGPT

Leitungswasserschäden sind die häufigste Ursache für Schäden an Wohngebäuden. Sechs von zehn Schäden in der Wohngebäudeversicherung auf austretendes Leitungswasser zurückzuführen sind. Das zeigen aktuelle Zahlen der R+V Versicherung.

Leitungswasserschäden stellen eine erhebliche Bedrohung für Wohngebäude dar. Laut aktuellen Daten der R+V Versicherung sind sie für 61 Prozent der Schäden in der Wohngebäudeversicherung verantwortlich. In der letzten Auswertung hatte ihr Anteil noch bei fast 50 Prozent gelegen.

„Alte Wasserrohre, poröse Spülmaschinenschläuche oder eingefrorene Leitungen im Winter: Leitungswasser verursacht mit Abstand die meisten Schäden, die uns über die Wohngebäudeversicherung gemeldet werden“, berichtet Conny Flörcks, Produktentwicklerin bei der R+V.

Die restlichen Schäden verteilen sich auf die Folgen von Sturm inklusive weitere Naturgefahren (rund 29 Prozent) und Feuer (rund 10 Prozent) auf.

Im Jahr 2025 wurden der R+V Versicherung rund 45.000 Leitungswasserschäden gemeldet. Diese Schäden entstehen nicht nur durch offensichtliche Rohrbrüche, sondern häufig durch feine Risse oder kleine Löcher in den Leitungen. Solche Lecks bleiben oft unbemerkt und können über Tage hinweg Wasser in Wände, Decken oder Böden eindringen lassen. Erste Anzeichen sind meist feuchte Flecken an den Wänden. Die Folgen sind gravierend: Wände müssen getrocknet oder erneuert werden, Böden quellen auf und Badezimmer müssen neu gefliest werden. Während der Sanierungsarbeiten sind Teile der Wohnung oder des Gebäudes nicht nutzbar. Zudem kann sich auf den nassen Wänden Schimmel bilden, der die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigt.

„Wenn defekte Rohre früh entdeckt werden, lässt sich der Schaden oft begrenzen“, weiß die R+V-Expertin. Um solche Schäden zu verhindern oder zumindest zu minimieren, empfehlen Versicherer den Einsatz von Leckage-Schutzsystemen. Diese Warnmelder werden im Wasserzuleitungsrohr installiert und reagieren auf Druckverlust, indem sie automatisch die Leitung sperren. Dadurch wird verhindert, dass weiteres Wasser ins Gebäude eindringt. Auch kleine Lecks können von diesen Systemen sofort erkannt werden.