In zwei Wochen stehen wir auf einer Gesundheitsmesse. Kein Maklerkongress. Kein Tarifvergleich. Sondern Familien, Kinder, Großeltern – Menschen, die sich mit Gesundheit beschäftigen, weil sie Verantwortung spüren. Erwartet werden über 15.000 Besucher.
Die Vorbereitung darauf ist für mich mehr als Standorganisation.
Ich habe mich gefragt: Wie fühlt sich unser Thema an, wenn man es nicht fachlich, sondern menschlich betrachtet? Was sehen Besucher, wenn sie auf unseren Stand zulaufen? Was denken Eltern, wenn ihre Kinder danebenstehen?
Also habe ich reduziert. Keine dramatischen Bilder. Keine juristischen Textwüsten. Klare Flächen. Struktur. Ruhe.
Unser Notfallordner blieb unverändert – weil er funktioniert. Aber wir haben den Einstieg geschärft. Ein 1-Minute-Notfallcheck, nur 5 Fragen mit sofortiger Auswertung. Kein langes Erklären, sondern ein klarer Spiegel: Wo stehen Sie wirklich?
Dazu ein Koffer, wie ihn Oma früher hatte. Und ein A4-Umschlag. Beides fühlt sich erstaunlich leicht an. Zu leicht. Genau dieses Gefühl wollten wir erzeugen. In internen Tests wurde deutlich: Menschen begreifen schneller über Erleben als über Erklärungen. Wenn es ernst wird, darf hier keine Leere sein.
Unsere beiden Leitfragen stehen im Mittelpunkt:
„Wer ist deine Stimme, wenn du leise bist?“
und
„Wer wüsste morgen, wo deine wichtigen Dokumente liegen?“
Diese Fragen sind nicht laut. Aber sie sind präzise.
Parallel dazu entstand etwas sehr Persönliches. An einem Sonntagabend saß ich mit meiner Tochter auf der Couch. Wir sprachen über meine Arbeit. Über Notfälle. Über Unsicherheit. Und plötzlich fragte sie: „Aber warum weiß dann keiner, was zu tun ist?“
Aus dieser Frage entstand eine Idee. Weil wir merkten, dass wir mehr transportieren wollten: Wie Kinder Situationen wahrnehmen. Wie Erwachsene versuchen, stark zu wirken. Und wie viel Sicherheit entsteht, wenn ein Plan existiert. Und aus einer Geschichte wurden zwei, weil es so viele Perspektiven für Kinder gibt.
Daraus wurde ein Kinderbuch – im vertrauten Pixi-Format, das fast jede Familie kennt. Klein, handlich, nahbar. Und wir haben eine Figur geschaffen: Fabi. In der Kinderwelt übernimmt Fabi meine Rolle als Familienbeschützer. Er erklärt, ordnet, beruhigt. Ohne erhobenen Zeigefinger. Mit Klarheit.
Mit meiner Tochter daran zu schreiben, war kein Marketingprojekt. Es war Perspektivwechsel und manchmal sehr emotional. Kinder denken nicht in Paragraphen. Sie denken in Orientierung.
Genau das ist auch für Makler relevant.
Viele Familien haben Dokumente begonnen. Kaum jemand hat sie sauber strukturiert, auffindbar gemacht und regelmäßig überprüft. Im Ernstfall entsteht dadurch operative Unruhe – und oft landet der erste Anruf beim Makler.
Die Vermittler, die ihre Kunden in der Notfallplanung professionell durch uns begleiten lassen, berichten von etwas Entscheidenderem als nur zusätzlichem Geschäft: von Entlastung. Klare Rollen. Definierte Prozesse. Kunden, die vorbereitet sind.
Ein Makler sagte kürzlich:
„Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass dieses Thema wirklich geregelt ist – und nicht nur angesprochen.“
Notfallplanung ist kein Zusatzprodukt. Sie ist Struktur.
Und wer Struktur schafft, schafft Vertrauen – leise, aber nachhaltig.
Steffen Moser – der Familienbeschützer