Warum die Concordia ihre IT komplett neu baut: Greenfield statt Stückwerk

Quelle: ChatGPT


Welche Erfolge sind bereits sichtbar?

Dirk Gronert: Im April 2025 ging das erste Release produktiv – inklusive zwei neuer Produkte. Prozesse liefen effizienter, die Datenqualität stieg, und Anpassungen konnten schneller umgesetzt werden. Das zeigt: Der eingeschlagene Weg ist richtig, auch wenn wir noch viel vor uns haben.

Dr. Jürgen Zehetmaier: Die Plattform läuft stabil, und die konsequente Ausrichtung an eine produktzentrierte Struktur erlaubt schnelle Anpassungen im Betrieb und garantiert die einfache Erweiterung und Optimierung in den kommenden Releases.

Welche Lehren können andere mittelständische Versicherer ziehen?

Dirk Gronert: Die Prinzipien – Cloud, Standardisierung, Greenfield – sind übertragbar, müssen aber an die jeweilige Organisation angepasst werden. Gleichzeitig ist es sinnvoll, sich im Sinne einer ganzheitlichen Business Transformation Zusammenarbeitsmodelle, Prozesse, Produkte und auch die organisatorische Aufstellung anzuschauen.

Dr. Jürgen Zehetmaier: Klare Ziele, Disziplin, Fokus und Partnerschaft sind entscheidend. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann ähnliche Projekte erfolgreich umsetzen.

Welche Lehren ziehen Sie persönlich aus dem Projekt?

Dirk Gronert: Nicht zu lange warten. Entscheidungen, die heute unbequem sind, sparen langfristig Zeit, Geld und Ressourcen. Transformation gelingt nur mit einer lernbereiten Organisation, nicht allein durch Technologie. Natürlich birgt die Transformation Risiken und stellt eine hohe Belastung für uns dar. Mittelfristig nicht in die Zukunftsfähigkeit zu investieren, stellt unserer Meinung nach aber die Zukunftsfähigkeit langfristig in Frage.

Dr. Jürgen Zehetmaier: Die größte Herausforderung liegt im organisatorischen Bereich, nämlich in der rechtzeitigen und vollständigen Beschreibung der gewünschten Anforderungen. Oft ist dieses Wissen bei Versichern nicht mehr vorhanden. Daher begleiten wir unsere Kunden auch gerne mit unserer fachlichen Expertise, die wir über Jahrzehnte bei unseren Projekten und Einsätzen gesammelt haben.

Versicherungsbote: Wie geht es nun weiter mit der Anwendungslandschaft?

Dirk Gronert: In den kommenden Releases werden wir die Plattform vollständig ausbauen. Querschnittsysteme, wie Partnerverwaltung, In-/Exkasso und Arbeitssteuerung, sollen spartenübergreifend genutzt werden. Ziel ist ein digitalisierter, effizienter und skalierbarer Versicherungsbetrieb für die nächsten Generationen.

Dr. Jürgen Zehetmaier: Wir unterstützen den kontinuierlichen Ausbau und die Integration neuer Produkte, damit die Concordia ihre Digitalisierungs- und Automatisierungspotenziale, immer mehr auch mit KI, optimal nutzen kann. Die Plattform ist dafür von Anfang an cloudfähig und flexibel konzipiert.