Wohngebäudeversicherung: erneut nicht rentabel

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Erste Reaktionen auf aktuelle Schadengeschehnisse offenbaren die Prämien: das gebuchte Beitragsvolumen steigt von 177,02 Mio. Euro je Versicherer in 2021 auf 193,00 Mio. Euro je Versicherer in 2022 (und damit im Durchschnitt um 9,0 Prozent). Diese Zahl ist auch deswegen beachtlich, weil die Zahl der gehaltenen Verträge je Versicherer sinkt: von 375.537 Policen auf 366.902 Policen in 2022. Durchschnittlich gebuchte Prämien je Vertrag steigen 2022 von 511,83 Euro im Jahr auf 556,98 Euro im Jahr.

Demnach erklären sich die steigenden Prämieneinnahmen einzig aus Beitragsanpassungen. Für 2024 werden weitere Verteuerungen bei den Wohngebäude-Prämien erwartet (Versicherungsbote berichtete).

Auch das versicherungstechnische Ergebnis der Branche ist im Minus

Auch das versicherungstechnische Ergebnis der Branche (vor Schwankungsrückstellung) ist im Minus: es liegt bei minus 12,74 Mio. Euro. Bei dieser Kennzahl sind es sogar 33 Unternehmen, die mit einem negativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 abschließen müssen.

Durchschnittliche Betriebsaufwendungen je Versicherer übersteigen erstmals die 50 Mio. Euro- Marke

Auffallend sind auch stetig steigende Betriebsaufwendungen über die Jahre. In 2017 lagen die Betriebsaufwendungen je Versicherer noch bei 34,75 Mio. Euro; in 2020 lagen die durchschnittlichen Betriebsaufwendungen schon bei 42,20 Mio. Euro. Im Unglücksjahr 2021 kletterten Betriebsaufwendungen erneut – auf durchschnittlich 47,30 Mio. Euro je Versicherer. Nun in 2022 wird erstmals die 50 Mio. Euro- Marke überstiegen – mit Betriebskosten von durchschnittlich 50,77 Mio. Euro je Versicherer.