Kfz-Versicherung: Diesel-Autos fast immer teurer

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Kfz-Versicherung: Besitzer von Dieselfahrzeugen müssen in der Regel höhere Kosten in der Kfz-Versicherung fürchten als Halter von Benzinern. Im Schnitt liegt die Differenz der Prämien zwischen beiden Fahrzeugtypen um die sechzehn Prozent, es gibt aber auch Fälle, wo die Prämien fast fünfzig Prozent auseinander liegen. So sollte man beim Traum von einem Auto nicht nur an die Anschaffungskosten, sondern auch die Unterhaltunskosten denken, und hier schlägt der Diesel, wie gesagt, ordentlich zu Buche.

Warum sind die Nebenkosten für den Diesel teurer? Diesel Fahrzeuge bewegen sich meist in einer höheren Typklasse, da die Regulierung von Unfällen hier, auch wegen der hohen Anschaffunskosten, kostenintensiver ausfällt.

Nimmt man sich den Mercedes als Vergleichsmodell her, so zeigt sich, dass der Halter des A 160 CDI (Diesel), der pro Jahr 5000 Kilometer macht, im Durchschnitt um die Hälfte mehr zahlt als der Fahrer des Benziners vom Typ A 140. In Geldwert heißt das, der Diesel kostet 242 Euro jährliche Versicherungsprämie mehr, so war bei check24 zu lesen.

Nicht immer ist der Benziner billiger

Doch aufgemerkt, es fährt da draußen ein Diesel-Modell herum, für den die Prämien geringer ausfallen als für den benzintrinkenden Bruder, er heißt: BMW 125d. Mit einem jährlichen Fahrtweg von 15.000 bis 30.000 Kilometer kommen für diesen Diesel Beiträge zusammen, die einen Prozent unter dem des Benziners BMW 125i liegen. Das sind im Jahr sagenhafte neun bis elf Euro, die man als Anhänger des Dieselkraftstoffs sparen kann!

Nicht nur zwischen Benzinern und Diesel-Fahrzeugen gibt es nennenswerte Unterschiede bei den Haftpflicht-Versicherungskosten. Auch die Regionen, in denen sich die Fahrzeuge regelmäßig bewegen, sozusagen ihre Heimat, hat Einfluss auf die Prämien. So können zwischen Regionen Kostenunterschiede von bis zu vierunddreißig Prozent liegen, beispielsweise zwischen München und Bremen.

Autohalter in Berlin zahlen mehr als die in Meck.Pomm, aber weniger als die Münchner

Während die Berliner im Mittel um die 61 Prozent mehr zahlen als die in Mecklenburg Vorpommern, kommen die in Mecklenburg Vorpommern recht günstig weg. Und die Autohalter in Süddeutschland zahlen bis zu 14 Prozent mehr als jene im Norden, so steht es bei check24.

Der Münchner beispielsweise zahlt mit 359 Euro 92 Euro mehr als der Bremer, das sind 34 Prozent Unterschied. Der deutsche Durchschnitt liegt, nur zum Vergleich, bei 268 Euro, Stand Oktober 2015. Autos halten in Großstädten ist einfach teuer, wegen der höheren Diebstahl- und Unfallwahrscheinlichkeit. Im Durchschnitt aber fahren gegenwärtig alle etwas günstiger als noch im Sommer, denn seit Juli sind die Beiträge im Schnitt um neunzehn Prozent gesunken.

Quelle: check24.de