Helvetia Baloise vollzieht Fusionen der schweizer Versicherungsgesellschaften

Die Helvetia Baloise hat die Fusion ihrer Schweizer Versicherungsgesellschaften abgeschlossen. Mit dem rechtlichen Vollzug entsteht der größte Allbranchenversicherer der Schweiz.

Die Helvetia Baloise Gruppe hat den nächsten Meilenstein ihrer Integration erreicht. Zum 1. Juli 2026 wurden die Fusionen der Schweizer Versicherungsgesellschaften nach der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) und dem Eintrag ins Handelsregister rechtswirksam vollzogen.

Konkret wurden die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG und die Baloise Versicherung AG zur Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG zusammengeführt. Parallel dazu fusionierten die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG und die Baloise Leben AG zur Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG.

Bereits mit dem Zusammenschluss der beiden Holdinggesellschaften Anfang Dezember 2025 war der Grundstein für den neuen Konzern gelegt worden. Im Schweizer Heimatmarkt entstand damit der größte Allbranchenversicherer des Landes mit mehr als zwei Millionen Kundinnen und Kunden und einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Nach Unternehmensangaben wird künftig jeder dritte Haushalt in der Schweiz bei Helvetia Baloise versichert sein oder seine Vorsorge über den Konzern regeln.

Bereits direkt nach dem rechtlichen Vollzug der Fusion im Dezember 2025 hatte die Helvetia Baloise einen großen Stellenabbau angekündigt. Bis 2028 sollen zwischen 2.000 und 2.600 Stellen der aktuell 22.000 Stellen abgebaut werden. Rund 1.400 bis 1.800 der wegfallenden Arbeitsplätze soll auf die Schweiz entfallen. Hier seien vor allem die Konzernzentrale sowie auf lokale Geschäfte im Blick. Auch Deutschland bleibt vom Rückbau nicht verschont. In Summe sollen bundesweit rund 300 Stellen abgebaut werden.

Beim geplanten Stellenabbau will der Konzern vor allem auf natürliche Fluktuation setzen. Diese liege jährlich bei sieben bis acht Prozent. Überdies würden Frühpensionierungen eine Rolle spielen. Auch in Deutschland soll der Abbau von Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden. Nach Angaben des Unternehmens ist dieses Ziel nun offenbar bereits erreicht. „Eine ausreichende Anzahl an Personen wurde gefunden, sodass es in Deutschland aller Voraussicht nach keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen geben wird“, erklärte ein Unternehmenssprecher im März 2026 gegenüber dem Fachportal "procontra online". Demnach habe ein Freiwilligenprogramm als zentraler Baustein geholfen.

Der Stellenabbau ist Teil der Integrationsmaßnahmen nach dem Zusammenschluss von Helvetia und Baloise. Denn durch die Fusion sollen Synergien gehoben, Kostenstrukturen optimiert und die Marktposition gestärkt werden. Ziel sei es 350 Millionen Franken einzusparen. Hinzu kommen bestehende Programme beider Häuser aus dem Vorjahr, die ebenfalls weiterlaufen. Demnach wollte die Baloise rund 100 Millionen Franken und die Helvetia etwa 200 Millionen Franken einsparen.