Rente: Mehrheit der Deutschen will Aktien

Quelle: ChatGPT

Die Pläne für eine kapitalgedeckte Komponente in der gesetzlichen Rente stoßen auf breite Zustimmung. Sechs von zehn Deutschen sehen es eher oder sehr positiv, dass Teile der Rentenbeiträge in Aktien fließen sollen. Beim späteren Renteneintritt sind die Bundesbürger dagegen gespalten.

Die von der Rentenkommission vorgeschlagene stärkere Kapitaldeckung der gesetzlichen Rente findet in der Bevölkerung überraschend großen Rückhalt. 59 Prozent der Befragten bewerten den Vorschlag positiv, lediglich 23 Prozent lehnen ihn ab. Weitere 18 Prozent sind unentschieden. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Nachrichtenportals "WEB.DE News".

Die Zustimmung überwiegt dabei über alle Altersgruppen hinweg. Am größten fällt sie ausgerechnet bei den Menschen über 65 Jahren aus. In dieser Gruppe sprechen sich 67 Prozent für die Kapitalmarkt-Komponente aus. Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Während sich 64 Prozent der Männer positiv äußern, liegt die Zustimmung bei den Frauen mit 52 Prozent spürbar niedriger.

Weniger Rückhalt genießt dagegen die Empfehlung, das Renteneintrittsalter künftig regelgebunden an die steigende Lebenserwartung anzupassen. 45 Prozent der Befragten lehnen eine längere Lebensarbeitszeit ab, lediglich 39 Prozent unterstützen diesen Vorschlag. Besonders skeptisch zeigen sich junge Erwachsene. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren befürworten lediglich 28 Prozent einen späteren Renteneintritt. Überraschend hoch fällt die Zustimmung dagegen erneut bei den über 65-Jährigen aus: Hier sprechen sich 54 Prozent für längeres Arbeiten aus.

Parteipräferenzen prägen die Haltung

Auch die politische Orientierung beeinflusst die Bewertung der Reformvorschläge deutlich. Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP unterstützen die Kapitalmarkt-Rente mit Zustimmungswerten zwischen 75 und 77 Prozent. Skeptischer äußern sich dagegen Anhänger von AfD, Linken und BSW. In diesen Wählergruppen überwiegt die Ablehnung einer stärkeren Kapitalmarktorientierung der gesetzlichen Rente.

Beim Renteneintritt zeigt sich ein ähnliches Bild. Eine Mehrheit für längeres Arbeiten findet sich lediglich unter den Anhängern der Union. Dort unterstützen 65 Prozent eine Anhebung der Lebensarbeitszeit. Wähler von AfD, Linken und BSW lehnen entsprechende Pläne dagegen mehrheitlich ab.