Betriebsrente: Fast jeder Zweite befürwortet Pflichtmodell

Quelle: ChatGPT

Die Debatte um eine verpflichtende Betriebsrente gewinnt an Fahrt. Knapp jeder zweite Erwerbstätige würde eine Pflichtlösung unterstützen. Viele Beschäftigte wären zudem bereit, eigene Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge zu leisten.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) rückt im Zuge der Rentendebatte zunehmend in den Mittelpunkt. Während Gewerkschaften eine verpflichtende Betriebsrente fordern und auch in der Politik entsprechende Modelle diskutiert werden, zeigt eine aktuelle Umfrage der DEVK: Die Beschäftigten stehen einer solchen Lösung durchaus offen gegenüber. Immerhin 48 Prozent sprechen sich für eine verpflichtende Betriebsrente aus, um Altersarmut vorzubeugen. Demgegenüber lehnen 39 Prozent eine solche Pflichtlösung ab. Weitere 13 Prozent zeigen sich unentschlossen.

Zudem wäre ein beachtlicher Teil der Erwerbstätigen bereit, einen eigenen finanziellen Beitrag zur Betriebsrente zu leisten. Rund 28 Prozent könnten sich vorstellen, monatlich zwischen 50 und 100 Euro ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung einzuzahlen. Weitere 20 Prozent würden sogar bis zu 200 Euro monatlich investieren. Deutlich geringer fällt die Bereitschaft aus, noch höhere Beträge zurückzulegen. Lediglich 13 Prozent der Befragten können sich monatliche Eigenbeiträge von mehr als 200 Euro vorstellen.

Auf der anderen Seite gibt es nur eine vergleichsweise kleine Gruppe, die sehr niedrige Beiträge bevorzugt. Lediglich 14 Prozent würden weniger als 50 Euro pro Monat in eine Betriebsrente investieren wollen.

Die vergleichsweise hohe Ablehnung einer verpflichtenden Lösung könnte auch mit den unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zur betrieblichen Altersversorgung zusammenhängen. Während die bAV in großen Unternehmen weit verbreitet ist, profitieren Beschäftigte in kleineren Betrieben deutlich seltener von entsprechenden Angeboten. Diese Unterschiede prägen offenbar auch die Wahrnehmung möglicher Reformen. Entsprechend zurückhaltend reagieren viele Beschäftigte offenbar darauf, ihren Arbeitgebern zusätzliche Verpflichtungen aufzubürden.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass die Bereitschaft zur Eigenvorsorge grundsätzlich vorhanden ist. Die Mehrheit der Befragten lehnt höhere Sparbeiträge nicht grundsätzlich ab, sondern zeigt sich offen für zusätzliche Vorsorgewege über den Arbeitgeber. Trotz der insgesamt positiven Grundhaltung bleibt eine Gruppe von Beschäftigten, die eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge grundsätzlich ablehnt. Rund 16 Prozent der Befragten geben an, keine weitere Altersvorsorge über den Betrieb zu wünschen.