Mit steigender Lebenserwartung wächst auch die Herausforderung, den Ruhestand finanziell abzusichern. Deshalb rückt die lebenslange Einkommensplanung stärker in den Fokus. Fondsgebundene Rentenversicherungen könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Die steigende Lebenserwartung verändert die Anforderungen an die Altersvorsorge grundlegend. Ging es früher vor allem darum, ausreichend Kapital für den Ruhestand anzusparen, rückt heute zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie sich über viele Jahre hinweg ein verlässliches Einkommen sichern lässt. Vor diesem Hintergrund könnte die jüngst beschlossene Altersvorsorgereform ein wichtiger Schritt sein, um die zusätzliche Vorsorge neben der gesetzlichen Rente zu stärken.
„Der Ruhestand wird mit steigender Lebenserwartung immer stärker zur Finanzfrage“, sagt Andreas Runkler, Bereichsleiter Produktentwicklung Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland. Entscheidend sei deshalb, Altersvorsorge nicht allein als Vermögensaufbau zu betrachten. „Vorsorge als lebenslange Einkommensplanung zu denken“, werde immer wichtiger.
Die Reform setzt unter anderem auf eine stärkere Einbindung des Kapitalmarktes in die Altersvorsorge. Nach Ansicht von Runkler eröffnet dies zusätzliche Chancen für Verbraucher. Kapitalmarktorientierte Lösungen ermöglichten es, langfristig an wirtschaftlichem Wachstum teilzuhaben und die finanzielle Basis im Alter breiter aufzustellen. Gleichzeitig betont er, dass viele der diskutierten Reformelemente bereits heute verfügbar seien: „Wer vorsorgen will, muss nicht auf neue gesetzliche Regelungen warten.“
Als Beispiel könnten fondsgebundene Rentenversicherungen fungieren. Diese investieren die Beiträge in Fonds oder ETFs und eröffnen damit langfristige Renditechancen. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, das angesparte Kapital später in ein lebenslanges Einkommen umzuwandeln. Gerade diese Kombination aus Kapitalmarktpartizipation und lebenslangen Rentenzahlungen werde angesichts der steigenden Lebenserwartung immer relevanter. „Fondsgebundene Rentenversicherungen verbinden die Chancen des Kapitalmarkts mit der Sicherheit lebenslanger Zahlungen“, sagt Runkler.
Trotz eines wachsenden Bewusstseins für die Bedeutung der Altersvorsorge bleibt die konkrete Umsetzung für viele Menschen eine Herausforderung. Zwar erkennen viele den Handlungsbedarf, doch häufig werden Entscheidungen aufgeschoben. Fehlende oder widersprüchliche Informationen tragen dazu bei, dass zwischen Vorsorgebewusstsein und tatsächlichem Handeln eine erhebliche Lücke entsteht. Resultierend daraus beginnen viele Menschen zu spät oder gar nicht mit dem Aufbau zusätzlicher Altersvorsorge. Gerade bei kapitalmarktorientierten Lösungen kann dies langfristige Auswirkungen haben, denn Zeit gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren.
„Frühes Handeln ist einer der wichtigsten Hebel in der Altersvorsorge“, betont Runkler. Wer langfristig investiere, könne Marktschwankungen besser ausgleichen, von Erträgen profitieren und gleichzeitig die Grundlage für ein stabiles Einkommen im Ruhestand schaffen.