VGH: Kfz-Versicherung zurück in der Gewinnzone

Quelle: ChatGPT

Die VGH Versicherungen blicken auf ein rundum erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Höhere Beitragseinnahmen, eine deutlich verbesserte Schaden-Kostenquote und ein starkes Lebensversicherungsgeschäft prägen die Bilanz. Und: Die Kfz-Versicherung ist nach schwierigen Jahren wieder profitabel.

Die VGH Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 ein rundum erfolgreiches Ergebnis erzielt. Der öffentlich-rechtliche Versicherer konnte die Beitragseinnahmen deutlich steigern, die Profitabilität im Schaden- und Unfallgeschäft weiter verbessern und zugleich das beste Lebensversicherungs-Neugeschäft seit vielen Jahren erzielen. Besonders erfreulich entwickelte sich die Kfz-Versicherung, die nach schwierigen Jahren wieder schwarze Zahlen schrieb.

Die Unternehmensgruppe der VGH Versicherungen steigerte ihre Beitragseinnahmen um 6,6 Prozent auf 3,137 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Brutto-Überschuss auf 294 Millionen Euro nach 288 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Eigenkapital wurde weiter gestärkt und wuchs um 82 Millionen Euro auf 1,735 Milliarden Euro.

„Das war ein rundum gutes Jahr im Verbund der VGH-Unternehmen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Knemeyer. Solide Ergebnisse in der Schaden- und Unfallversicherung sowie ein sehr gutes Neugeschäft in der Lebensversicherung hätten das Jubiläumsjahr geprägt. Gleichzeitig verfüge die Versicherungsgruppe über eine außerordentlich stabile Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage.

VGH-Ergebnisse in der Übersicht:

  • Beitragseinnahmen im Konzern steigen um 6,6 Prozent auf 3,137 Milliarden Euro
  • Brutto-Überschuss wächst auf 294 Millionen Euro
  • Eigenkapital erhöht sich auf 1,735 Milliarden Euro
  • Beitragseinnahmen der Brandkasse steigen um 6,9 Prozent auf 1,528 Milliarden Euro
  • Combined Ratio verbessert sich auf 86,4 Prozent
  • Kfz-Schaden-Kosten-Quote sinkt von über 111 Prozent auf 99 Prozent
  • Lebensversicherungs-Neugeschäft steigt um 44 Prozent auf 1,426 Milliarden Euro Beitragssumme
  • Krankenversicherung wächst um 10,3 Prozent auf knapp 120 Millionen Euro Beitragseinnahmen
  • Kapitalanlagen des Konzerns steigen auf 20,372 Milliarden Euro

Besonders stark präsentierte sich die Landschaftliche Brandkasse Hannover. Die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen um 6,9 Prozent auf 1,528 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere die Sachsparten sowie die Kraftfahrtversicherung, deren Beitragseinnahmen um 15,6 Prozent zulegten. Auch die Cyberversicherung (+16,3 Prozent) und die Rechtsschutzversicherung (+6,6 Prozent) entwickelten sich dynamisch.

Gleichzeitig profitierte die Brandkasse von einem günstigen Schadenverlauf. Die Belastung durch Naturgefahren erreichte den niedrigsten Stand der vergangenen 15 Jahre. Dadurch verbesserte sich die bilanzielle Schadenquote von 63,9 auf 60,3 Prozent. Die Schaden-Kostenquote sank das dritte Jahr in Folge und erreichte mit 86,4 Prozent einen hervorragenden Wert. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung in der Kraftfahrtversicherung. „Die notwendigen Anpassungen der Versicherungsbeiträge wirken sich positiv auf die Schaden-Kosten-Quote aus, die von gut 111 Prozent im Vorjahr zurück in den schwarzen Bereich auf 99 Prozent gesunken ist“, erklärte Schadenvorständin Annika Rust.

Die Kapitalanlagen der Brandkasse wuchsen auf 4,87 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung verbesserte sich auf 2,1 Prozent. Der Brutto-Überschuss lag bei 63 Millionen Euro. Das Eigenkapital wurde auf 1,156 Milliarden Euro ausgebaut.

Auch die Provinzial Lebensversicherung Hannover konnte überzeugen. Gemessen an der bewerteten Beitragssumme stieg das Neugeschäft um rund 44 Prozent auf 1,426 Milliarden Euro und erreichte damit das beste Ergebnis seit mindestens 2010. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 491 Millionen Euro. Besonders stark entwickelten sich die Einmalbeiträge, die um 31 Prozent auf 83 Millionen Euro zulegten. Erstmals seit Jahren konnte das Neugeschäft die regulären Vertragsabläufe kompensieren, sodass auch der Bestand wieder wuchs.

„Insbesondere die Provinzial Leben profitiert von der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Sparkassen und dem hohen Einsatz unserer eigenen Organisation“, sagte Vertriebsvorstand Dr. Fabrice Gerdes. Als wichtige Impulsgeber nennt der Versicherer die kapitalmarktnahe InvestRente sowie die überarbeitete Risikolebensversicherung. Der Brutto-Überschuss der Lebensversicherung lag bei 83 Millionen Euro. Das Eigenkapital wurde auf 324 Millionen Euro erhöht. Die durchschnittliche Gesamtverzinsung bleibt 2026 unverändert bei attraktiven 4,2 Prozent.

Positiv entwickelte sich auch die Provinzial Krankenversicherung Hannover. Die Beitragseinnahmen stiegen um 10,3 Prozent auf knapp 120 Millionen Euro. Die Zahl der Vollversicherten wuchs erneut stärker als der Markt. Gleichzeitig erhöhte sich das Kapitalanlagevolumen auf 820 Millionen Euro. Der Brutto-Überschuss sprang von 14 auf 23 Millionen Euro.

Für die kommenden Jahre will die VGH ihre Investitionen in Digitalisierung, moderne IT-Systeme und künstliche Intelligenz weiter ausbauen. Gleichzeitig setzt der Versicherer auf neue Produktangebote und eine stärkere Sensibilisierung für Elementarschäden. „Die Unternehmen im Verbund der VGH haben sich 2025 gut geschlagen. Wir sind gewappnet für langfristige Herausforderungen“, zeigte sich Vorstandschef Knemeyer zuversichtlich.