Sozialleistungen: Staatsausgaben steigen auf 751 Milliarden Euro

Quelle: ChatGPT

Die Sozialausgaben des Staates sind 2025 erneut kräftig gestiegen. Vor allem Renten, Pflegeleistungen und Arbeitslosengeld treiben die Entwicklung. Rückläufig waren dagegen die Ausgaben für das Bürgergeld.

Die monetären Sozialleistungen des Staates sind im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent beziehungsweise 41,7 Milliarden Euro auf insgesamt 751,2 Milliarden Euro. Damit fiel der Anstieg erneut stärker aus als im langjährigen Durchschnitt seit 1991.

Besonders stark wirkten sich dabei steigende Ausgaben in der gesetzlichen Rentenversicherung, bei Pensionen sowie infolge der schwächeren Lage am Arbeitsmarkt aus. Allein die Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung legten um 23,2 Milliarden Euro auf 417,9 Milliarden Euro zu. Auch die öffentlichen Pensionen stiegen spürbar um 5,1 Prozent auf 95 Milliarden Euro.

Die Entwicklung zeigt, wie stark die sozialen Sicherungssysteme inzwischen unter dem Einfluss von Demografie, Inflation und Arbeitsmarkt stehen. So sorgte die steigende Arbeitslosigkeit für kräftige Zuwächse beim Arbeitslosengeld. Die Ausgaben erhöhten sich hier um 19,1 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Auch die staatlichen Zuschüsse zur Berufsförderung legten deutlich zu.

Ebenso stiegen die Leistungen im Bereich Pflege und Wohnen erheblich an. Für Pflegegeld wurden 31,9 Milliarden Euro ausgegeben. Das ist ein Plus von 13,1 Prozent. Die Wohngeldausgaben erhöhten sich sogar um 26,7 Prozent auf fünf Milliarden Euro. Auch die Sozialhilfe verzeichnete einen deutlichen Anstieg auf 44,4 Milliarden Euro. Rückläufig entwickelte sich dagegen das Bürgergeld. Die Leistungen sanken leicht um 1,5 Prozent auf 29,4 Milliarden Euro. Hintergrund ist unter anderem die geplante Umstellung auf das sogenannte Grundsicherungsgeld ab Juli 2026.

Trotz der kräftig steigenden Sozialleistungen blieb deren Anteil an den gesamten Staatsausgaben mit 33,2 Prozent nahezu unverändert. Die staatlichen Gesamtausgaben erhöhten sich ebenfalls deutlich um 5,7 Prozent.