Rentenversicherung erwartet höheren Rentenbeitrag ab 2028

Quelle: ChatGPT

Die gesetzliche Rente könnte schneller teurer werden als bislang erwartet. Laut einem Medienbericht rechnet die Deutsche Rentenversicherung bereits 2028 mit einem Beitragssatz von 19,9 Prozent.

Die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung gerät offenbar stärker unter Druck als bislang angenommen. Demnach rechnet die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) bereits ab 2028 mit einem deutlicheren Anstieg des Rentenbeitragssatzes. Das geht aus einem Bericht der "Bild“ hervor.

So soll der Beitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber von derzeit 18,6 Prozent im Jahr 2028 auf 19,9 Prozent steigen. Bislang war lediglich ein Anstieg auf 19,8 Prozent erwartet worden. Auch in den Folgejahren soll sich der Aufwärtstrend fortsetzen: Für 2029 werde bereits ein Beitragssatz von 20 Prozent prognostiziert. Bis 2034 könnte der Satz auf 20,9 Prozent steigen, zwischen 2036 und 2040 rechnet die DRV laut Bericht mit 21,1 Prozent.

Hintergrund der Entwicklung ist vor allem die demografische Alterung der Gesellschaft. Immer mehr Menschen wechseln in den Ruhestand, während die Zahl der Beitragszahler vergleichsweise langsamer wächst. Damit steigt der Druck auf die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Wirtschaftsweisen in ihrem Frühjahrsgutachten vor einer erheblichen Belastung der Sozialversicherungssysteme gewarnt. Ohne strukturelle Reformen könnte der Gesamtbeitragssatz der Sozialversicherungen von aktuell 42,3 Prozent bis 2040 auf nahezu 50 Prozent steigen.