Altersvorsorge: Junge Deutsche erwarten späteren Renteneintritt

Quelle: ChatGPT

Die junge Generation rechnet mit einem deutlich späteren Renteneintritt als heutige Ruheständler. Gleichzeitig wächst die Sorge, den Lebensstandard im Alter nicht halten zu können.

Die Erwartungen junger Menschen an den eigenen Ruhestand driften zunehmend von ihren Wünschen ab. Während heutige Rentner im Durchschnitt mit 63 Jahren in den Ruhestand gegangen sind, rechnet die junge Generation laut HDI Rentner-Studie 2026 erst mit einem durchschnittlichen Renteneintrittsalter von 69 Jahren.

Gleichzeitig würden die 18- bis 35-Jährigen am liebsten bereits mit durchschnittlich 60 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Zwischen Wunsch und erwarteter Realität klafft damit eine erhebliche Lücke. Nur 38 Prozent der jungen Befragten können sich vorstellen, über ihr tatsächliches Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.

Die Studie zeigt zudem, dass steigende Lebenshaltungskosten beide Generationen stark belasten. 82 Prozent der heutigen Rentner und 77 Prozent der jungen Generation empfinden die aktuellen Kostensteigerungen als belastend. Als größte finanzielle Sorgen nennen beide Gruppen insbesondere Lebenshaltungs-, Wohn- und Gesundheitskosten. Besonders skeptisch blickt die junge Generation auf die eigene finanzielle Zukunft im Alter. 21 Prozent der jungen Befragten gehen bereits heute davon aus, ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten zu können. Lediglich 13 Prozent rechnen damit, im Alter ohne finanzielle Einschränkungen leben zu können.

Die Sorgen der jüngeren Generation spiegeln dabei vielfach die Erfahrungen heutiger Rentner wider. Nur 22 Prozent der befragten Ruheständler geben an, ihren bisherigen Lebensstandard ohne Abstriche sichern zu können. Knapp jeder vierte Rentner erklärt sogar, den gewohnten Lebensstandard überhaupt nicht halten zu können. Weitere 53 Prozent berichten zumindest von kleineren oder größeren Einschränkungen im Alltag. Hinzu kommt die Sorge vor weiter steigenden Kosten. Mehr als die Hälfte der Rentner glaubt angesichts wachsender Lebenshaltungs- und Mietkosten nicht daran, den aktuellen Lebensstandard langfristig sichern zu können.