Die Generali bündelt ihre globalen Care-Aktivitäten künftig unter der neuen Marke Redion. Die Plattform vereint Europ Assistance und Generali Employee Benefits unter einem gemeinsamen Dach.
Die Generali Gruppe ordnet ihr internationales Care-Geschäft neu und führt die Aktivitäten von Europ Assistance sowie Generali Employee Benefits (GEB) künftig unter der neuen Marke Redion zusammen. Die Plattform soll als globale Einheit für Assistance-, Gesundheits- und Employee-Benefits-Lösungen auftreten und die internationale Präsenz des Konzerns im Care-Segment stärken.
Bereits seit knapp drei Jahren arbeiteten die beiden Einheiten innerhalb des „Generali Care Hub“ integriert zusammen. Nun erhält die Plattform auch eine gemeinsame Marke. Antoine Parisi, bisher CEO des Generali CARE Hub, übernimmt die Rolle des Group CEO von Redion.
Laut Angaben des Unternehmens vereint Redion mehr als 12.000 Mitarbeiter und Aktivitäten in über 190 Ländern. Mit einem Geschäftsvolumen von 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2025 zählt das Unternehmen weltweit zur Nummer eins im Bereich Employee Benefits und zur Nummer zwei bei Assistance- und Reiseversicherungen. Maßgeblich dazu beigetragen habe auch die Übernahme des Swiss Life Network Anfang 2026.
Die neue Plattform soll vor allem Leistungen rund um Reiseversicherung, medizinische Assistance, Mitarbeiterschutz, Gesundheits- und Mobilitätslösungen sowie Embedded-Insurance-Angebote für Banken, Reiseplattformen und multinationale Unternehmen bündeln. „Redion ist Ausdruck dessen, was Generali Care bereits geworden ist: eine globale, integrierte Plattform, die speziell dafür entwickelt wurde, umfassende Fürsorge in allen Bereichen des Lebens der Menschen zu bieten“, sagt Giulio Terzariol, Group Deputy CEO der Generali. Die neue Marke stehe dabei im Einklang mit der Konzernstrategie „Lifetime Partner 27: Driving Excellence“. Ziel sei es, Prävention, Versicherung und Assistance stärker miteinander zu verzahnen.
Generali setzt auf KI und Datenstrategie
Eine zentrale Rolle soll künftig die technologische Weiterentwicklung spielen. Redion will Daten, künstliche Intelligenz und digitale Plattformen gezielt nutzen, um Prozesse zu beschleunigen und Dienstleistungen stärker zu personalisieren. „Eine Marke bedeutet eine Datenstrategie, gebündelte Investitionen in KI und einen einheitlich hohen Standard auf unserer Technologieplattform“, erklärt Redion-CEO Antoine Parisi. Gleichzeitig betont er, dass die menschliche Betreuung weiterhin zentral bleibe: „Wir sind digital first — und immer menschlich.“
KI solle insbesondere menschliche Entscheidungen unterstützen, nicht ersetzen. Das gelte etwa bei medizinischen Rückholungen, Assistance-Leistungen oder komplexen Schadenfällen.
Für bestehende Kunden und Partner soll sich durch die neue Markenstruktur zunächst wenig ändern. Verträge, Ansprechpartner, Service-Level und bestehende Prozesse bleiben nach Angaben des Unternehmens bestehen.
Mit Redion will Generali ihre globale Position im Care-Markt weiter ausbauen und insbesondere in technologiegestützten Gesundheits-, Assistance- und Employee-Benefits-Lösungen wachsen.