BarmeniaGothaer verdreifacht Gewinn

Quelle: ChatGPT

Die BarmeniaGothaer hat im Geschäftsjahr 2025 die Beitragseinnahmen steigern können. Insbesondere die Bereiche Komposit- und Gesundheitsversicherung konnten punkten. Der Gewinn konnte fast verdreifacht werden.

Die BarmeniaGothaer hat ihre Geschäftszahlen veröffentlicht. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 7,8 Prozent auf 9,27 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich die Bereiche Gesundheit und Komposit. Auch die Ertragslage verbesserte sich deutlich. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 63,5 Millionen Euro auf 180,5 Millionen Euro und fiel damit fast dreimal so hoch aus wie im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Konzern-Solvency-II-Quote von 189,3 auf 225,6 Prozent.

„Unser marktüberdurchschnittliches Beitragswachstum sowie unsere sehr starke Finanzkraft zeigen, dass wir die Potenziale aus dem Zusammenschluss bereits konsequent in konkreten Geschäftserfolg und operative Exzellenz übersetzen“, sagte Co-CEO Oliver Schoeller.

Co-CEO Dr. Andreas Eurich ergänzte: „In einem Umfeld zunehmender Volatilität zahlt sich die vielseitigere Aufstellung unseres Geschäftsmodells aus: Diversifikation, eine breitere Risikosteuerung und eine daraus resultierende höhere Widerstandsfähigkeit stärken unsere Handlungsfähigkeit nachhaltig.“

BarmeniaGothaer-Zahlen 2025 im Überblick

  • Beitragseinnahmen steigen um 7,8 % auf 9,27 Mrd. Euro
  • Konzernjahresüberschuss wächst auf 180,5 Mio. Euro
  • Solvency-II-Quote verbessert sich auf 225,6 %
  • Komposit wächst um 9,2 % auf 3,31 Mrd. Euro
  • Krankenversicherung legt um 8,9 % auf 3,82 Mrd. Euro zu
  • Lebensversicherung wächst auf 1,45 Mrd. Euro
  • Combined Ratio der Gothaer Allgemeine sinkt auf 90,8 %
  • Combined Ratio der Barmenia Allgemeine verbessert sich auf 90,7 %
  • Ziel bis 2028: 10 Mrd. Euro Beiträge und 200 Mio. Euro Gewinn

Im Segment Komposit legten die gebuchten Bruttobeiträge der Barmenia Allgemeine und Gothaer Allgemeine um 9,2 Prozent auf 3,31 Milliarden Euro zu. Wachstumstreiber waren insbesondere das Mobilitätsgeschäft sowie das Privatkundensegment mit Zuwächsen von rund 15 beziehungsweise zwölf Prozent. Parallel verbesserte sich die Profitabilität spürbar. Die Combined Ratio der Barmenia Allgemeine sank um 9,8 Prozentpunkte auf 90,7 Prozent. Auch die Gothaer Allgemeine konnte ihre Schaden-Kosten-Quote auf 90,8 Prozent verbessern. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis der Kompositversicherer sprang konzernweit von 147 auf 269 Millionen Euro. Begünstigt wurde die Entwicklung auch durch ein vergleichsweise moderates Naturkatastrophenjahr.

„In der Kompositversicherung wachsen wir deutlich über Markt und das mit klar verbesserter Profitabilität und Substanz“, sagte Thomas Bischof, Vorstand Komposit bei der BarmeniaGothaer. „Marktanteile gewinnen heißt für uns, mit Substanz zu wachsen.“

Krankenversicherung wächst stärker als der Markt

Auch im Gesundheitssegment setzte die Gruppe ihren Wachstumskurs fort. Die Beitragseinnahmen der Barmenia Krankenversicherung und Gothaer Krankenversicherung stiegen um 8,9 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich die Vollversicherung. Dort legten die Beiträge um zehn Prozent zu. Gleichzeitig gewann die Gruppe netto mehr als 9.000 vollversicherte Personen hinzu. Es ist das beste Ergebnis seit rund 20 Jahren.

Auch die Zusatzversicherung inklusive betrieblicher Krankenversicherung entwickelte sich positiv und wuchs um 5,7 Prozent. Der Jahresüberschuss des Gesundheitssegments erhöhte sich um 67 Prozent auf rund 52 Millionen Euro. „Der deutliche Nettogewinn an vollversicherten Personen ist ein starkes Vertrauenssignal unserer Kundinnen und Kunden“, erklärte Christian Ritz, Vorstand Gesundheit bei der BarmeniaGothaer. „Er zeigt, dass unsere konsequente Ausrichtung auf hochwertige Leistungen und langfristige Stabilität überzeugt.“

Im Lebensversicherungsgeschäft stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 4,6 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Während die laufenden Beiträge leicht über Marktniveau zulegten, wuchs das Einmalbeitragsgeschäft mit plus 19,5 Prozent. Wachstum erzielte die Gothaer Leben in allen strategischen Geschäftsfeldern. Die Beiträge in der Biometrie legten um 6,5 Prozent zu, die private Altersvorsorge wuchs um 4,8 Prozent und die betriebliche Altersversorgung um zwei Prozent. Zudem wurde die Kapitalstärke der Lebensversicherung deutlich ausgebaut. Die Solvenzquote erhöhte sich von 181 auf 267 Prozent.

„Unser Fokus besteht darin, ein ausgewogenes und breit diversifiziertes Produktportfolio anzubieten“, sagte Alina vom Bruck, Vorständin Leben bei der BarmeniaGothaer. „Dabei setzen wir gleichermaßen auf digitale Angebote und persönliche Beratung.“

KI und Integration bleiben zentrale Zukunftsthemen

Neben Wachstum und Ertrag treibt die BarmeniaGothaer die Integration des fusionierten Konzerns weiter voran. Anfang 2026 startete die neue BarmeniaGothaer AG mit rund 7.300 Mitarbeitern. Zudem wurden die Exklusivvertriebe zusammengeführt. Rund 2.500 Vermittler arbeiten inzwischen unter gemeinsamer Organisation. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Konzern bezeichnet KI inzwischen als „zentralen strategischen Anker“. Anwendungen würden bereits konzernweit genutzt, ein neues Technologie- und Operating-Modell zur weiteren Skalierung sei in Vorbereitung.

Bis 2028 peilt die Gruppe Bruttobeiträge von zehn Milliarden Euro sowie einen Konzernjahresüberschuss von 200 Millionen Euro an. Wachstumspotenziale sieht der Konzern insbesondere in den Bereichen Privatkunden, Employer Benefits und Mittelstand.