Die Fluktuation im Innendienst der Versicherer bleibt hoch. Besonders Kündigungen durch Beschäftigte treiben die Wechselquote weiter an. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Trennungen durch die Unternehmen selbst.
Wie verlieren die Versicherer Mitarbeiter im Innendienst? Aufschluss darüber gibt eine Statistik des Arbeitgeberverbandes der Versicherer (AGV) zur Fluktuation. Die Abgänge werden in Prozent des durchschnittlichen Personalbestandes gemessen. Im Jahr 2025 haben sich demnach 5,9 Prozent des Personals aus den Unternehmen verabschiedet. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2015, als noch 4,6 Prozent Abgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Anteil dagegen stabil.
Besonders häufig verlassen Beschäftigte die Unternehmen aus eigenem Antrieb. Arbeitnehmerkündigungen bleiben laut AGV der häufigste Grund für Trennungen zwischen Versicherern und Beschäftigten. Zwar ging der Anteil dieser Kündigungen zuletzt leicht zurück, dennoch entfällt weiterhin mehr als jeder dritte Abgang auf eine Eigenkündigung der Mitarbeiter. Im Vergleich zu 2015 hat sich der entsprechende Anteil sogar mehr als verdoppelt.
Parallel dazu bleibt auch die sogenannte natürliche Fluktuation auf hohem Niveau. Gemeint sind dabei insbesondere Renteneintritte oder andere altersbedingte Austritte. Laut AGV macht diese Form der Personalabgänge inzwischen rund ein Drittel aller Trennungen aus. Auffällig ist zudem ein deutlicher Anstieg bei Kündigungen durch die Unternehmen selbst. Deren Anteil stieg zuletzt auf mehr als ein Zwölftel aller Abgänge und erreichte damit den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre.
Einvernehmliche Vertragsauflösungen spielen dagegen eine geringere Rolle. Ihr Anteil legte zwar leicht zu, bewegt sich aber weiterhin nahe dem Tiefststand des Vorjahres. Kaum relevant bleiben Wechsel in ein freies Vertreterverhältnis. Neu ausgewiesen wird dagegen die Kategorie „Austritt wegen Outsourcing“, die inzwischen ebenfalls messbar zum Personalabbau beiträgt.
Für die Versicherer verschärft sich damit die Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte im Innendienst langfristig zu halten. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und steigender Anforderungen durch Digitalisierung und Regulierung dürfte die Mitarbeiterbindung weiter an Bedeutung gewinnen.