Hausratversicherung: Die größten Bestandsgewinne

Quelle: DALL-E

Der Hausratbestand der WGV-Versicherung steigt 2024 um 10.031 Verträge beziehungsweise rund 4,0 Prozent auf 262.339 Policen, nach 252.308 im Vorjahr. Damit erreicht das Unternehmen Rang 26 nach Bestandsgröße. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein deutlicher Ausbau: Gegenüber 2019 mit 197.072 Verträgen entspricht dies einem Plus von 65.267 Policen beziehungsweise rund 33,1 Prozent.

Wirtschaftlich liegt die WGV deutlich hinter ihrer Bestandsposition. Mit 20,72 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 0,56 Prozent und Rang 36 nach Prämien ergibt sich eine Differenz von zehn Plätzen. Das Beitragsvolumen je Vertrag fällt entsprechend niedrig aus.

Prämienprofil: klar im Niedrigpreissegment

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt moderat von 72,96 Euro im Jahr 2019 über 76,12 Euro im Jahr 2023 auf 79,00 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich eine klare Position im unteren Segment: Nur zwei Anbieter sind günstiger. Die WGV gehört damit zu den preisgünstigsten Anbietern im Markt.

Schadenentwicklung: moderates Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen deutlich von 18,68 Euro im Jahr 2019 über 33,82 Euro im Jahr 2023 auf 46,57 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich dennoch eine vergleichsweise günstige Position: Elf Anbieter weisen niedrigere Schadenaufwendungen auf, 38 höhere. Die Schadenbelastung bleibt damit insgesamt moderat.

Einordnung: Wachstum über Preispositionierung

Die Kombination aus sehr niedrigen Prämien und gleichzeitig moderaten Schadenaufwendungen ergibt ein konsistentes Bild im unteren Marktsegment. Der Bestandszuwachs lässt sich vor diesem Hintergrund einordnen. In einem weitgehend gesättigten Markt entstehen zusätzliche Verträge häufig über preisgünstige Angebote mit breiter Zielgruppenansprache. Die WGV nutzt diese Positionierung, um ihren Bestand weiter auszubauen, auch wenn dies nicht mit einer entsprechend hohen Prämienstellung einhergeht.