Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche lag 2025 bei 100.000. Der Schadendurchschnitt erreicht mit 3.850 Euro einen neuen Höchststand.
Während die Einbruchzahlen in den Corona-Jahren deutlich gesunken waren, nahmen die Wohnungseinbrüche in den Jahren 2022, 2023 und 2024 wieder zu. 2025 zählten die Versicherer 100.000 Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Das sind 5.000 Fälle mehr als Vorjahr. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Mit der Zahl der Einbrüche stieg auch die Summe, die Versicherer 2025 dafür zahlen mussten. Laut der aktuellen Einbruchsstatistik zahlten die Versicherer 2025 rund 380 Millionen Euro und damit 30 Millionen Euro mehr als im Jahr davor. „Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
In den vergangenen Jahren hatten insbesondere teurere Elektrogeräte und Haushalts-Gegenstände die Schadenskosten in die Höhe getrieben. Schließlich gehören in vielen deutschen Haushalten Flachbildschirme, Mobiltelefone oder kostspielige Küchengeräte wie etwa der Thermomix zum Inventar.
In der langfristigen Betrachtung sind die aktuellen Einbruchszahlen mit 100.000 Wohnungseinbrüchen vergleichsweise niedrig. Denn im Jahr 2015 mussten die Versicherer noch für 180.000 Wohnungseinbrüche aufkommen. Im Zeitraum von 2015 bis 2021 ist die Zahl stetig gesunken. Grund sei jedoch nicht, dass es weniger Einbrecher gebe. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer hätten mit staatlicher Unterstützung in bessere Sicherheitstechnik investiert, sodass es Einbrechern schwerer haben. Je mehr Zeit ein Einbrecher aufwenden muss, desto geringer ist seine Chance, erfolgreich in eine Wohnung einzudringen.
Aber in vielen Gebäuden haben es die Täter nach wie vor viel zu leicht, einzusteigen und Wertgegenstände zu entwenden, bemängelt der GDV. Aus Sicht der Versicherer sollten die typischen Schwachstellen an Haus oder Wohnung besonders gesichert werden. Doch einbruchhemmende Fenster und Türen würden in Deutschland bei Neubauten nicht standardmäßig eingebaut, unter anderem, weil entsprechende Vorschriften hierzu bislang fehlen. Die Versicherungswirtschaft setze sich seit Jahren für verbesserte bautechnische Mindestanforderungen für neu eingebaute Fenster und Türen ein, berichtet der GDV.