Standard Life übernimmt Aegon-Tochter

Quelle: ChatGPT

Die Aegon trennt sich vom britischen Geschäft an den Wettbewerber Standard Life. Der niederländische Versicherungskonzern will sich künftig stärker auf das US-Lebens- und Altersvorsorgegeschäft konzentrieren. Für den britischen Markt entsteht zugleich ein neuer Schwergewichtsanbieter.

Der Versicherungs- und Finanzkonzern Aegon verkauft seine britische Unternehmenstochter Aegon UK an Standard Life für einen Gesamtwert von 2,0 Milliarden britischen Pfund. Die Transaktion umfasst einen Baranteil von 750 Millionen Pfund sowie eine Beteiligung von 15,3 Prozent an Standard Life. Dadurch erhält Aegon das Recht auf einen Sitz im Verwaltungsrat von Standard Life. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen nach Unternehmensangaben vor allem für den Schuldenabbau sowie Aktienrückkäufe genutzt werden.

Konzernchef Lard Friese bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Schritt in unserem Anspruch, eine führende US-Lebensversicherungs- und Altersvorsorgegruppe zu werden“.

Mit dem Schritt will Aegon noch stärker auf den US-Markt ausrichten. Ziel sei es den Firmensitz langfristig in die USA zu verlegen. Dies soll bis 2028 umgesetzt werden. Das US-Tochterunternehmen hatte zuletzt bereits 70 Prozent des Geschäfts eingefahren. Im Zuge der Verlagerung der Unternehmenszentrale solle der Versicherer zudem in Transamerica umbenannt werden.

Durch die Übernahme entsteht im Vereinigten Königreich ein Schwergewicht im Bereich der Altersvorsorge. Denn Standard Life werde damit der größte Lebens- und Rentenversicherer Großbritanniens. In Summe zähle das Unternehmen rund 16 Millionen Kunden mit einem verwalteten Vermögen von etwa 480 Milliarden Pfund. Der Vollzug der Transaktion wird gegen Ende des Jahres 2026 erwartet. Voraussetzung sind die üblichen regulatorischen Genehmigungen.