DVAG auf Rekordkurs in vielen Bereichen

Quelle: DVAG

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück und kann erneut Rekorde in verschiedenen Bereichen vermelden. Während Europas größter Allfinanzvertrieb beim Umsatz, Vertragsbestand und Neugeschäft zulegen kann, gibt es in diesem Jahr keine konkrete Auskunft zum Gewinn. Sehr hohe Zuwächse gibt es derweil beim Geschäft mit Sachwerten.

Die Deutsche Vermögensberatung hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Während in den vergangenen zehn Jahren stets neue Rekorde beim Gewinn gefeiert werden konnte, wird es in diesem Jahr keine Meldung im Stil „DVAG feiert elftes Rekordjahr in Folge" bezüglich des Jahresüberschuss geben können. Denn das Unternehmen bleibt in diesem Bereich bewusst vage: „Trotz oder eher wegen dieser hohen Investitionen in die Organisation war auch der Jahresgewinn des Unternehmens wieder auf einem sehr guten Niveau", heißt im Unternehmensbericht auf der Homepage. Im Geschäftsjahr 2024 hatte der Jahresüberschuss noch bei 352,8 Millionen Euro gelegen. Das Ergebnis vor Steuern lag damals bei 541,4 Millionen Euro.

Dafür stiegen die Umsatzerlöse auf 2,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt das Frankfurter Familienunternehmen seinen langfristigen Wachstumskurs fort. Auch der betreute Gesamtbestand legte zu und erreichte 262,7 Milliarden Euro.

„Die Welt ist unruhiger geworden, aber es gibt feste Anker. Unsere Aufgabe als größter eigenständiger Finanzvertrieb ist es, einer dieser Anker zu sein“, sagte Vorstandschef Andreas Pohl.

Im Kerngeschäft Altersvorsorge konnte die DVAG ihre starke Marktstellung behaupten. Das Neugeschäft erreichte 17,9 Milliarden Euro und lag damit vier Prozent über dem Vorjahreswert. Der Bestand wuchs auf 188,2 Milliarden Euro Versicherungssumme. Überdies seien über 375.000 neue Fondssparpläne abgeschlossen worden. Dadurch stieg der Gesamtbestand auf mehr als 1,7 Millionen Verträge. Das zugrunde liegende Fondsvermögen liegt inzwischen bei über 50 Milliarden Euro.

Das Neugeschäft in der privaten Krankenversicherung entwickelte sich ebenfalls dynamisch. Mit 116,3 Millionen Euro lag dieses um 13,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders stark entwickelte sich 2025 das Finanzierungsgeschäft. Vor allem die Baufinanzierung zog kräftig an. Das Neugeschäft stieg auf 2,7 Milliarden Euro und lag damit 26,5 Prozent über dem Vorjahr. Auch das Bausparen blieb gefragt. Hier erreichte die vermittelte Bausparsumme über 2,6 Milliarden Euro. Sinkende Zinsen und stabilere Immobilienpreise dürften diese Entwicklung begünstigt haben.

Im Bereich Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung konnte die DVAG ebenfalls zulegen. Der Bestand stieg um 5,4 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Das Neugeschäft erhöhte sich um 9,6 Prozent auf 530,8 Millionen Euro.

DVAG-Ergebnisse in der Übersicht

  • Umsatz steigt auf über 2,6 Milliarden Euro (+5 Prozent)
  • Gesamtbestand wächst auf 262,7 Milliarden Euro
  • Neugeschäft Altersvorsorge: 17,9 Milliarden Euro (+4 Prozent)
  • Bestand Leben: 188,2 Milliarden Euro
  • PKV-Neugeschäft: 116,3 Millionen Euro (+13,3 Prozent)
  • Baufinanzierung: 2,7 Milliarden Euro (+26,5 Prozent)
  • Bausparen: 2,6 Milliarden Euro
  • Fondsvermögen: über 50 Milliarden Euro
  • Sachbestand: 3,4 Milliarden Euro

Seit 2018 hat der Finanzkonzern auch physisches Gold im Angebot. Gerade in Zeiten geopolitischer Krisen und bei anziehender Inflation würden die Menschen verstärkt nach sicheren Anlagen suchen. Seit dem Start habe sich der vermittelte Goldbestand auf etwa 17 Tonnen angehäuft. Im Geschäftsbericht aus dem Vorjahr standen hier noch gut 12 Tonnen. Hinzu kommen über 550 Tonnen physisches Silber. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Quantensprung. Ende 2024 hatte der Vertrieb erst 126 Tonnen Silber vermittelt. Ergo gab es im Jahr 2025 einen Zuwachs von fünf Tonnen Gold und 424 Tonnen Silber.

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Unternehmens solle die Wachstumsagenda sein. Mit diesem Projekt will der Vertrieb sich technologisch und organisatorisch weiterentwickeln. Dabei sollen digitale Anwendungen, KI-gestützte Analysefunktionen und technisch optimierte Prozesse helfen. „Mit unserem Zukunftspaket investieren wir gezielt und vorausschauend in die technologische und organisatorische Weiterentwicklung unseres Unternehmens“, betont Pohl.

Der Allfinanzvertrieb setze auch in Zukunft auf persönliche Beratung. Diese solle mit digitalen Anwendungen und KI-gestützten Prozessen kombiniert werden. „KI wird die Finanz- und Versicherungswelt so grundlegend verändern wie einst das Internet", unterstreicht Pohl im Interview auf der Homepage. KI sei dabei jedoch nur ein Werkzeug und damit „kein Ersatz für den Menschen."