Allianz-Vorstände verdienen Millionen – allen voran CEO Oliver Bäte. Doch nicht alles landet sofort auf dem Konto. Wie hoch die Gehälter der Allianz-Vorstände tatsächlich ausfallen, zeigt Versicherungsbote in einer aktuellen Bildstrecke auf Basis des Geschäftsberichts 2025.
Hintergrund: Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der Allianz SE folgt einem mehrstufigen Modell, das sowohl feste als auch leistungsabhängige Komponenten umfasst. Neben einem fixen Grundgehalt erhalten die Vorstände eine jährliche Bonuszahlung sowie eine langfristige variable Vergütung (LTI – Long-Term Incentive), die einer vierjährigen Sperrfrist unterliegt. Die genaue Höhe der variablen Bestandteile hängt von der Zielerreichung des Konzerns, individuellen Leistungsfaktoren sowie der Entwicklung des Aktienkurses ab.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Zielerreichung des Vorstands lag im Jahr 2025 deutlich über den Planwerten und erreichte bei allen Mitgliedern Werte von rund 145 Prozent. Entsprechend bewegten sich sowohl die kurzfristigen Bonuszahlungen als auch die Zuteilungen der langfristigen Vergütung in der Nähe ihrer jeweiligen Höchstwerte.
Wie setzt sich die Vorstandsvergütung zusammen?
Die Vergütung der Vorstände gliedert sich in drei Hauptkomponenten:
1.) Feste Vergütung – Grundvergütung plus Nebenleistungen: Die Grundvergütung ist ein fester, nicht leistungsabhängiger Bestandteil des Einkommens. Sie beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 2,107 Millionen Euro pro Jahr, für ordentliche Vorstandsmitglieder 1,075 Millionen Euro. Hinzu kommen Nebenleistungen, die nur einen vergleichsweise geringen zusätzlichen Betrag ausmachen.
2.) Jahresbonus – die kurzfristige variable Vergütung: Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten die Vorstandsmitglieder eine jährliche Bonuszahlung. Der Zielwert liegt für den Vorstandsvorsitzenden bei 1,757 Millionen Euro, für ordentliche Vorstandsmitglieder bei 896.000 Euro. Die tatsächliche Auszahlung kann – abhängig von der Zielerreichung – zwischen null und 150 Prozent dieses Zielwerts liegen.
Maßgeblich für die Höhe sind das Konzernergebnis sowie individuelle Leistungsfaktoren. Das Konzernergebnis setzt sich aus dem operativen Ergebnis (40 Prozent), dem auf Anteilseigner entfallenden Jahresüberschuss (40 Prozent) sowie einem Nachhaltigkeitskorb (20 Prozent) zusammen. Ergänzt wird dies durch einen individuellen Beitragsfaktor, der zwischen 0,8 und 1,2 liegen kann.
3.) Langfristige variable Vergütung (LTI – Long-Term Incentive): Den größten Bestandteil der Vergütung bildet die langfristige variable Vergütung. Ihr Zielwert beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 3,161 Millionen Euro und für ordentliche Vorstandsmitglieder 1,613 Millionen Euro.
Die LTI-Komponente unterliegt einer vierjährigen Sperrfrist und ist an mehrere Faktoren gekoppelt: den Zielerreichungsfaktor des jährlichen Bonus sowie die Entwicklung des Aktienkurses und die relative Performance im Vergleich zu einem Branchenindex, die jeweils in einem Korridor von 0 bis 200 Prozent berücksichtigt werden. Zusätzlich erfolgt eine langfristige Leistungsüberprüfung. Die endgültige Auszahlung kann dabei über oder unter dem Zielwert liegen, ist jedoch durch eine feste Obergrenze begrenzt: Insgesamt ist die Vergütung auf maximal 200 Prozent der Zielvergütung gedeckelt.
Weitere Elemente der Vergütung
Neben diesen Hauptbestandteilen bestehen weitere Regelungen, die die Vergütungsstruktur ergänzen. So werden Pensionsbeiträge in Höhe von rund 15 Prozent der Zielvergütung geleistet. Für die Gesamtvergütung gilt zudem eine Obergrenze: Sie ist auf das Zweifache der Zielvergütung begrenzt. Zusätzlich bestehen Malus- und Clawback-Regelungen, die eine Kürzung oder Rückforderung variabler Vergütungsbestandteile ermöglichen.
Aktienbeteiligung des Vorstands
Unabhängig von der eigentlichen Vergütung sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, ein Eigeninvestment in Allianz-Aktien aufzubauen – beim Vorstandsvorsitzenden in Höhe des Zweifachen der Grundvergütung, bei ordentlichen Vorständen in Höhe des Einfachen. Diese Aktien müssen sie selbst erwerben und halten und sind kein Bestandteil der Vergütung.
Hinzu kommt die langfristige, aktienbasierte Vergütung, die jährlich zugeteilt wird und jeweils über vier Jahre gebunden bleibt. Dadurch überlagern sich mehrere Vergütungstranchen gleichzeitig. Unter Einbeziehung dieser gebundenen Aktienbestände ergibt sich eine gesamte Aktienexponierung von bis zu achtfacher (CEO) beziehungsweise siebenfacher (ordentliche Vorstände) Grundvergütung.
Unsere Bildstrecke zeigt die Hauptbestandteile der Vergütung der Allianz-Vorstände mit den aktuellen Zahlen für 2025. Die Angaben sind dem aktuellen Geschäftsbericht entnommen.